Die Luxemburger Behörden haben in der vergangenen Woche (KW 11) insgesamt 1.564 Neuinfektionen verzeichnet – 25 Prozent mehr als in der Vorwoche (1.240 Fälle). Das geht aus der Corona-Wochenbilanz des Gesundheitsministeriums hervor, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurde. Die Situation in den Luxemburger Krankenhäusern ist bis jetzt weitestgehend stabil. Zwar hat es in der vergangenen Woche 99 Einweisungen von Covid-19-Kranken gegeben – vier mehr als in der Vorwoche. Dafür müssen in den Intensivstationen weniger Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung versorgt werden. Die Zahl der belegten Intensivbetten sank von 27 auf 21.
Der Reproduktionsfaktor liegt noch immer über der neuralgischen Marke von 1 – und ist gegenüber der Vorwoche weiter gestiegen. Für die elfte Kalenderwoche wurde der Wert von 1,13 errechnet, in der Vorwoche lag der Reproduktionsfaktor noch bei 1,05. Auch die Positivrate, also der Anteil der Tests, in denen eine Corona-Infektion nachgewiesen werden konnte, ist gestiegen: von 1,98 Prozent auf 2,46 Prozent. Die Zahl der aktiven Infektionen lag in der vergangenen Woche bei 3.069. Das sind 273 Fälle mehr als in der Woche zuvor. Das Durchschnittsalter der positiv Getesteten stieg leicht von 37 auf 37,4 Jahre.
Neue Varianten dominieren Infektionsgeschehen
Die neuen Virenvarianten haben auch in der vergangenen Woche das Infektionsgeschehen in Luxemburg dominiert. Insgesamt hat das Nationale Gesundheitslabor LNS 20,8 Prozent der positiven Coronatests aus der elften Kalenderwoche sequenziert und untersucht, welche Variante die Infektion hervorgerufen hat. Die britische Variante B.1.1.7 wurde in 63,5 Prozent der positiven Tests entdeckt, die südafrikanische Variante B.1.351 in 20,4 Prozent.
Die Regierung berichtet, dass in der vergangenen Woche insgesamt 15.201 Impfdosen verabreicht wurden – 12.902 Menschen erhielten die erste Dosis, 2.299 die zweite. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass voraussichtlich bis Ende April insgesamt 123.829 Impfdosen nach Luxemburg geliefert werden. Die Zuteilung, die von der Europäischen Union gemanagt wird, sei jedoch abhängig von den Produktionskapazitäten der Hersteller und könne wöchentlich „justiert“ werden.
Inzidenz wächst vor allem bei den Älteren
Trotz der bereits gemachten Impfungen ist die Inzidenz in der vergangenen Woche vor allem bei den Älteren gestiegen, heißt es in der Wochenretrospektive. Die Inzidenz in der Altersgruppe der Menschen ab 75 „zeigte den größten Anstieg“, schreibt das Gesundheitsministerium. Dort gab es 46 Prozent mehr Neuinfektionen als in der Woche zuvor. Die Inzidenzen seien im Vergleich zur Vorwoche „in allen Altersgruppen“ gestiegen. Insgesamt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz fürs ganze Land jetzt bei 250 – in der Woche zuvor waren es 198.
Auch was Schnelltests angeht, führt die Regierung jetzt Buch. Demnach wurden den Behörden in der vergangenen Woche insgesamt 97 Fälle gemeldet, bei denen ein Antigen-Schnelltest positiv ausgefallen war. Die Betroffenen wurden dann einem PCR-Test unterzogen. Der fiel aber nur bei 41 Personen positiv aus. Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass nur die Resultate der PCR-Tests in die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen einfließen.
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