Sa., 15. August 2020

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  1. IN VIER EINFACHEN SCHRITTEN ZUM JAGDGEGNER /

    HABEN SIE SICH JEMALS GEFRAGT, WIE JAGDGEGNER UND TIERRECHTLER VON PETA UND CO. SO ERFOLGREICH WERDEN KONNTEN? DAHINTER STECKT EIN EINFACHES ERFOLGSREZEPT!

    1. GÜRTELLINIE? WELCHE GÜRTELLINIE?
    Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, wenn es darum geht, Ihrer Gesinnung Ausdruck zu verleihen. Moralische Grenzen sind da, um in den veganen Plastik-Schlappen drüber zu hüpfen. Bonuspunkte erhalten Sie, wenn Sie zusätzlich auch noch andere Gruppen in ihrer Menschenwürde verletzen – besonders gut eignen sich zum Beispiel Holocaustvergleiche. Falls man Sie deswegen öffentlich oder sogar gerichtlich verurteilt, rudern Sie zurück. Lassen Sie aber keinen Zweifel daran, dass Sie es trotzdem so gemeint haben.

    2. ANGST, HASS… UND DER WETTERBERICHT
    Ob „Lustmörder“, „Triebtäter“, „Waldnazis“ oder „perverse Hobbytöter“: Denken Sie daran, eine möglichst boulevardeske, emotionale Sprache einzusetzen, die an eine bestimmte Sorte Presse erinnert. Die gerne auch vulgäre Wortwahl untermalen Sie am besten mit blutrünstigen Bildern, die Sie mittels Photoshop (notfalls auch Paint) etwas aufpeppen können.

    3. „WISSENSCHAFTLICH“ ARGUMENTIEREN
    Um ein erfolgreicher Jagdgegner zu werden, sollten Sie es sich angewöhnen, auf „wissenschaftliche Studien“ zu verweisen. Beispiel: „Wissenschaftliche Studien haben herausgefunden, dass Jagd sinnlos/böse/schlecht ist.“ Fügen Sie dann wahlweise einen der folgenden Mustersätze ein: „weil die Natur sich von selbst reguliert“, „weil Jagd sinnlos, böse und schlecht ist“ oder „weil darum!!11!“. Bringen Sie alternativ Ihr geliebtes Theodor Heuss-Zitat an – möglichst oft und ohne jeglichen Kontext.

    Wichtig: Suchen Sie niemals tatsächlich nach einer seriösen Quelle! Die darin berichteten Erkenntnisse könnten Ihr Weltbild durcheinanderbringen.

    4. NIEDLICHKEIT IST GLEICH KAPITAL
    Kontrastieren Sie Ihre Nazivergleiche und Morddrohungen auch mal mit niedlichen Tiervideos. Das ewige Empören und Zeigefingerfuchteln kann mit der Zeit aufs Gemüt schlagen. Besonders gut eignen sich Bambis (wissenschaftlicher Sammelbegriff für besonders niedliche Hirscharten). Bonus: Diese Videos machen nicht nur gute Laune, sondern erhöhen auch die Spendenbereitschaft bei Ihrer Zielgruppe.
    Viel Erfolg!

  2. Karl /

    Herr Oth dir zitéiert aus aner Leit hir Kommentaren (Raffinéiert!). A Selwer ëmmer “Wir”… Winn ass “Wir”… Huet dir “Wir” scho Kontakt mat Jeeër op geholl , mat hinnen Diskutéiert. Hutt dir déi “Eeër” fir dat ze maachen?

    Gi selwer net op Juegd, hunn awer Frënn déi dat maachen. Familljepäpp, si hunn Hausdéieren, Schof asw… Si hunn och KZ-Wehrtürme opgeriicht (de Verglach ass eng Frechheet, a jo dir huet jo zitéiert, (Eeër)). Zu Mamer an de Bëscher gëtt ee gutt Beispill do steet op enger Plaz al 50 meter esou enn …. .

    Herr Oth dir huet eng Roserei an Iech wann ech den Text liesen den dir do zesumme gesicht huet. Domat verléiert en Iwwersiicht an meescht de Géigner méi staark. Ass nëmmen een Tipp.

    Eis Gesellschaft wei si sech am Moment entwéckelt kann engem Angscht maachen. Als Beispill de Fanatismus kengt déi Leit déi Fëmmen ass aus dem Rudder gelaf, mat Ënnerstëtzung vu de Medien och Tageblatt.

    Waarden op den éischte Vegan Terrorist !

    An un Redakter vum Tageblatt dir huet jo dem H. Oth eng Plaz ginn an elo fir déi aner ? 

    Wei wäert wann Tageblatt en Zesummentreffen géife organiséieren. 

     

    • roger wohlfart /

      Bitte um eine konkrete und objektive Antwort @ Karl. Muss die Jagd, wie sie bei uns, im grossen Stil, von der gehobenen Klasse, praktiziert wird , wirklich sein und warum? Stimmt es nicht nachdenklich, dass besonders in unmittelbarer Nähe der Futterplätze, KZ ähnliche Wehrtürme lies Hochsitze errichtet werden? Etwa aus reiner Tierliebe ?

  3. roger wohlfart /

    Kann mir nicht vorstellen, dass die Jäger echte Natur-_und Tierfreunde sein können. Das Hinterhältigste und Perverseste ist die Treibjagd und das anschliessende Auf-_und Zurschaustellen der Trophäen. Eine Heldentat!

  4. Jacques Zeyen /

    ” Ech hunn dem Schwäin den Ënnerkiefer ewechgeschoss. Sinn nach dräi Deeg siche gaangen bis ech et fonnt hunn.” Solche oder ähnliche Kommentare habe ich noch immer im Kopf als ich damals als 11-jähriger mit meinem Vater zur Treibjagd ging. Bin nie zur Jagd gegangen und finde dass Töten als Hobby nicht gesund ist. Aber wir haben ja auch Corridas in Spanien oder Hundekämpfe in Mexiko etc.
    Könige,(Juan Carlos z.B. auf Großwildjagd) oder unser großer Herzog gehen alle auf die Jagd. Das gehört zum Lifestyle wie die Hochseefischerei oder das Fliegenfischen in einer schottischen Lodge.
    Wer sich da um das Wohl der betroffenen Tiere Gedanken macht ist wohl fehl am Platz. Jetzt können wir ja auch bald wieder Wölfe jagen wenn noch einige Jogger angeknabbert wurden oder eines von 300 Schafen gerissen wurde. Diplomatenjagd von R.Mey:” Es donnert die Büchse ,es prasselt das Schrot,so findet der Außenminister denTod.” Wir kriegen noch nicht einmal die Würde des Menschen auf die Reihe, somit bleibt die Würde eines Fischs oder einer Wildsau in weiter Ferne.

  5. Epikur /

    Die Jagd zur Regulierung des Wildtierbestandes ist leider manchmal notwendig. Alles andere ist Tierquälerei und Lust am Töten.

  6. Heng /

    Herr OTH

    Pflichte Ihnen zu 100% bei.
    Respekt für Ihr Eintreten für unsere Mitbewohner aus Feld und Flur.
    Ihre Terminologie finde ich auch zutreffend.

  7. Realist /

    “Jeden Tag Treblinka”, Luxemburg ein “riesiges Konzentrationslager”, Hochsitze als “KZ-Wachtürme”….
    Wenn man solche beschämenden Holocaust-Verharmlosungen liest, möchte man nur noch schreien. Würde ich auf dem gleichen Niveau argumentieren, müsste ich Herrn Oth ein “Stalingrad des gesunden Menschenverstandes” unterstellen. Wer die Jagd, bzw. ihre Ausübung kritisieren möchte, dem sei dies unbenommen, aber dann bitte mit rationalen Argumenten, nicht indem er NS-Gräuel lustig als Steinbruch für wirres Gedankengut missbraucht. So ein absurdes Geschwätz ist m.E. einem Forumsbeitrag im Tageblatt unwürdig, nichts für ungut.

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