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Stressfrei in den UrlaubAn alles gedacht? Was Sie bei der Planung Ihres Urlaubs beachten sollten

Stressfrei in den Urlaub / An alles gedacht? Was Sie bei der Planung Ihres Urlaubs beachten sollten
Wer sich im Vorfeld ausreichend informiert, wappnet sich vor etwaigen bösen Überraschungen Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

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Die Prüfungen sind geschrieben, die Schule ist vorbei und auch in so manchen Büros ist längst die „Vakanzestëmmung“ ausgebrochen. Somit kann die Urlaubssaison beginnen. Zu diesem Anlass hat das Tageblatt einige Punkte zusammengetragen, die Urlaubern bei der Planung der nächsten Reise so einigen Stress ersparen können. Und damit: Einen entspannten Urlaub!

Sonne, planschen, wandern gehen – viele Menschen freuen sich momentan auf ihren Urlaub. Erprobte Weltenbummler, vor allem aber unerfahrene Reisende, werden allerdings nicht selten während ihrer Urlaubsplanung vor unerwartete Herausforderungen gestellt. Nur allzu leicht kann man bei der Planung ein Detail übersehen, das später Probleme bereitet. Das Tageblatt hat zu diesem Zweck einige Punkte zusammengetragen, mit denen sich Urlauber so einigen Stress ersparen können.

Keine Chance den Einbrechern

Um den Urlaub auch ganz genießen zu können, kann es hilfreich sein, sich zu vergewissern, dass auch im vorübergehend verlassenen Zuhause alles ausreichend vorbereitet ist, während man sich seine Auszeit gönnt. Dafür stellt zum Beispiel die Luxemburger Polizei Tipps auf ihrer Website www.police.lu zur Verfügung – aus gutem Grund: „Bei längerer Abwesenheit steigt das Einbruchsrisiko: Die Jalousien sind geschlossen, die Mülleimer bleiben leer, der Briefkasten wird nicht geleert und die Lichter bleiben aus. Das Haus sieht verlassen aus und stellt daher ein leichtes Ziel für Einbrecher dar“, erklärt die Polizei. Die Behörde empfiehlt die folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • „Verschließen Sie alle Fenster und Türen. Wenn Ihre Fenster oder Schiebetüren mit einem Schloss ausgestattet sind, lassen Sie den Schlüssel nicht im Schloss stecken;
  • verschließen Sie auch die Türen von Garagen und Kellerräumen,
    schalten Sie Ihre Alarmanlage ein;
  • informieren Sie Ihre Nachbarn über Ihre längere Abwesenheit, damit sie dies wissen, falls sie etwas Verdächtiges bemerken;
  • informieren Sie die Polizei, wenn Sie in den Urlaub fahren, indem Sie sich bei der kostenlosen Dienstleistung „Départ en vacances“ registrieren;
  • bitten Sie Ihr Postamt, an Sie gerichtete Postsendungen aufzubewahren oder an eine andere Adresse weiterzuleiten;
  • machen Sie nicht auf Ihre längere Abwesenheit aufmerksam, indem Sie diese auf Ihrem Anrufbeantworter oder in sozialen Netzwerken ankündigen;
  • hinterlassen Sie Ihre Urlaubsadresse, den Schlüssel für Ihr Haus und gegebenenfalls den Code der Alarmanlage bei einer Person Ihres Vertrauens;
  • bewahren Sie kein Bargeld und keine Wertgegenstände in Ihrem Zuhause auf.“

Komplikationen bei Flug- und Pauschalreisen

Die „Union luxembourgeoise des consommateurs“ (ULC) erinnert in einer Pressemitteilung zur Vorbereitung auf den eigenen Urlaub: „Im Falle einer Flugstornierung durch die Fluggesellschaft oder einer Nichtbeförderung oder einer Änderung Ihrer Reise durch den Veranstalter haben Sie Rechte!“ Wenn ein Flug, der der europäischen Verordnung 261/2004 unterliegt, von der Fluggesellschaft annulliert wird, müsse die Fluggesellschaft den betroffenen Fluggästen beispielsweise unabhängig vom Grund der Annullierung Hilfe leisten. Die besagte Verordnung betrifft Flüge aus einem EU-Land, unabhängig von der Fluggesellschaft, oder aus einem Nicht-EU-Land in die EU, wenn die Fluggesellschaft eine europäische ist. „Sie muss Ihnen die Wahl zwischen der Erstattung des Flugscheins oder der anderweitigen Beförderung zu Ihrem Endziel mit einem anderen Flug unter ähnlichen Bedingungen und zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder der anderweitigen Beförderung zu einem völlig anderen, für Sie günstigen Termin anbieten, sofern noch Plätze verfügbar sind.“

Wenn hinsichtlich des Reiseziels dann umgebucht wird, haben Reisende in der Zwischenzeit auch Anspruch auf „Mahlzeiten, Erfrischungen, Hotelkosten und den Transport zum Hotel, wenn der Umbuchungsflug nicht am selben Tag stattfindet“, so die ULC. Weitere Tipps zu Komplikationen bei Flug- und Pauschalreisen hat die ULC auf ihrer Website unter www.ulc.lu gesammelt.

Bei einem Gepäckverlust, Gepäckverspätungen oder Beschädigungen auf der Flugreise gibt es laut der deutschen Verbraucherzentrale ebenfalls Möglichkeiten zur Erstattung. Die Einzelheiten führt die Zentrale auf ihrer Website www.verbraucherzentrale.de auf. Grundsätzlich helfe es, Fotos von eventuellen Schäden zu machen, Verluste der Fluggesellschaft und am Flughafen, gegebenenfalls beim „Lost and Found“-Schalter, zu melden oder auch den Veranstalter zu informieren.

Vignetten, Mautgebühren und Umweltzonen

Anders als in Luxemburg ist in zahlreichen Ländern Europas die Nutzung der Autobahn nicht kostenfrei. In Bosnien-Herzegowina, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Nordmazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Serbien, Spanien, der Türkei und in Weißrussland müssen Autofahrer eine Gebühr für die zurückgelegten Kilometer zahlen. Allerdings ist nicht immer das gesamte Autobahn- und Schnellstraßennetz mautpflichtig.

Wer unnötigen Stress an der Mautstation vermeiden will, kann auf den Bip&Go-Mautbadge zurückgreifen. Dabei handelt es sich um ein Abonnement für einen Badge, der an die Windschutzscheibe des Wagens festgeklebt wird (oder von Motorradfahrern an einem Armband getragen wird). Die Nutzer des Badges reihen sich an den Mautstellen in die gekennzeichnete Spur ein und können dann ohne weiteres die Schranke passieren. Das Bip&Go-System ist in Frankreich, Italien, Portugal und Spanien nutzbar. Der Badge ist in den Filialen des „Automobile club du Luxembourg“ (ACL) in Bartringen und Ingeldorf erhältlich, allerdings nur mit Terminvereinbarung.

Bulgarien, Österreich, Rumänien, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn verlangen hingegen eine gültige Vignette zur Nutzung von Autobahnen und Schnellstraßen. Diese sind meistens an Tank- und Raststätten nahe der Landesgrenze, an den Grenzübergängen selbst oder beim ACL erhältlich. In Österreich und Slowenien gibt es neben der üblichen Klebevignette auch eine digitale Vignette. Digitale Vignetten für Österreich sind online beim ACL erhältlich, müssen allerdings mindestens 18 Tage vor der Abreise bestellt werden.

Manche Länder erheben zudem eine Sondermaut für die Nutzung bestimmter Brücken, Tunnel und Pässe, so etwa Österreich, die Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden. Darüber hinaus haben zahlreiche europäische Städte Zufahrtsbeschränkungen oder -verbote, Umweltzonen oder auch eine City-Maut eingeführt. Einheitliche Regelungen gibt es allerdings nicht. Einzelheiten erfahren Sie auf der ADAC-Webseite. Rechtzeitiges Informieren lohnt sich: Wer ohne gültige Vignette erwischt wird, sie nicht richtig an die Windschutzscheibe angebracht hat oder die Zufahrtsbeschränkungen missachtet, muss mit teils hohen Bußgeldern rechnen.

Sanitäre Maßnahmen

Die Tage werden wärmer und die sanitären Maßnahmen bezüglich des Coronavirus scheinen schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Und doch ist die Corona-Pandemie nicht vorbei. Darum sollten Urlauber sich vor der Abreise über die am Urlaubsort und in den Durchfahrtsländern geltenden Corona-Maßnahmen und mögliche Einreisebestimmungen informieren.

Urlaub für Haustiere

Wer sein Haustier nicht mit in den Urlaub nehmen kann oder will, hat die Möglichkeit, es in einer Tierpension unterzubringen, in der es für die Zeit des Urlaubs betreut wird. Dafür gibt es beispielsweise Hundepensionen wie das „Maison Dog“ in Eisenborn (das Tageblatt berichtete), aber auch Anlaufstellen wie die „Déierepensioun Lassie“, in der nicht nur Hunde, sondern auch Katzen oder andere Kleintiere wie Meerschweinchen oder Schildkröten aufgenommen werden.

Urlauber, die ihr Haustier nicht zu Hause lassen wollen oder können, sollten darauf achten, dass für die Reise alles Organisatorische stimmt. Dabei geht es neben einer artgerechten Transportart wie einer geeigneten Box oder ausreichend Pinkelpausen auf der Autofahrt auch um Dinge wie Impfungen oder den Heimtierausweis. Der ACL erklärt auf seiner Website: „Jeder Hund und jede Katze, der/die ohne europäischen Heimtierausweis oder Mikrochip nach Luxemburg eingeführt wird, gilt bei einem Grenzübertritt als illegaler Import“, weshalb der entsprechende Nachweis auf die Checkliste der Haustierhalter gehört. Das lässt sich aus einer 2014 in Kraft getretenen europaweiten Regelung entnehmen. Und: „Alle Tiere sind zwingend gegen Tollwut zu impfen“, ergänzt der ACL.

Übersetzen leicht gemacht

Wer der Landessprache seines Urlaubsortes nicht ganz mächtig ist, kann auf die Google-Translate-App zurückgreifen – zumindest was das Übersetzen von geschriebenen Textstellen betrifft. Dafür muss man nicht einmal den zu übersetzenden Text eintippen, es reicht, dass man die Kamerafunktion der App auswählt und das Handy anschließend über den Text hält, der dann in nur wenigen Sekunden automatisch übersetzt wird.

Wichtige Anlaufstellen und Telefonnummern

Luxemburger haben die Möglichkeit, bei Problemen auf ihrer Auslandsreise konsularische Unterstützung in Anspruch zu nehmen – etwas leichter geht das mit einer kostenlosen Registrierung der Reise beim Außenministerium. Den Weg dorthin können Online-User zum Beispiel über den Link www.maee.gouvernement.lu/de/services-aux-citoyens/voyages/lama.html finden.

Notrufnummern
Wer ins Ausland reist, sollte sich im Voraus immer über die allgemeinen Notrufnummern informieren – sowohl für den Notruf, wie zum Beispiel für einen Krankenwagen oder die Feuerwehr, als auch für die Polizei. Die sind nämlich von Land zu Land teils unterschiedlich – auch wenn zum Beispiel die 112 mindestens in der ganzen EU einheitlich als Notrufnummer fungiert. Für den Fall, dass ein Kind vermisst wird oder beispielsweise im Urlaub plötzlich nicht mehr auffindbar ist, gibt es außerdem EU-weit die Nummer 116 000.

Privatdenker
24. Juli 2022 - 12.36

Wie wäre es mit zu Hause bleiben? Das schützt vor COVID, Affenpocken, und anderen Unannehmlichkeiten.Ausserdem Klimafreundlich und weniger Stress, Stau....