Fernando Alonso begrüßte das nächste Mitglied im elitären „300er-Klub“ mit einem Lächeln und warmen Worten. „Schon 2007 hatte er dieses herausragende Talent, die Klasse hat er behalten – und jetzt noch jede Menge Erfahrung“, sagte der Spanier über Lewis Hamilton: „Er ist ein herausragender Fahrer – und eine Legende unseres Sports.“
Die angesprochene Legende ist mit mittlerweile sieben Titeln Rekordweltmeister – und bestreitet am Sonntag beim Großen Preis von Frankreich ihren 300. Grand Prix in der Königsklasse. Ein Meilenstein, den vor Hamilton erst fünf Fahrer erreicht haben: Kimi Räikkönen, Jenson Button, Michael Schumacher, Rubens Barrichello – und eben Alonso selbst.
„Oh, ich wusste gar nichts davon“, behauptete Hamilton, seine ganz Aufmerksamkeit widme er dem Erfolg mit seinem Mercedes-Team. „Wir verbessern uns konstant. Ich glaube, dass wir schon bald wieder mit der Spitze mithalten können“ – und damit der quälend langen Durststrecke der Silberpfeile ein Ende setzen.
Seit zwölf Rennen warten Mercedes und Hamilton nun bereits auf einen Sieg, der Abstand zur Spitze mit Weltmeister Max Verstappen (Niederlande) im Red Bull und dessen Verfolger Charles Leclerc (Monaco) im Ferrari ist enorm. Als Sechster der Fahrerwertung liegt der Engländer 99 Punkte hinter Verstappen.
„Ich weiß nicht, was ich von diesem Wochenende erwarten kann. Wir arbeiten am Auto, verändern viele Dinge“, sagte Hamilton: „Und ich hoffe, dass wir etwas finden, das uns schneller macht.“
Verstappen hat Verfolger im Nacken
Das hofft auch Verstappens Herausforderer Leclerc. „Unser Ziel bleibt der Titel, wir dürfen uns keine weiteren Punktverluste leisten“, sagte der Ferrari-Pilot, der als Zweiter der Fahrerwertung 38 Zähler Rückstand auf Verstappen hat: „Wir hatten einige Probleme, auch mit der Zuverlässigkeit des Autos. Jetzt müssen wir bis zum Ende einfach perfekt sein.“
Verstappen derweil spürt seine Verfolger im Nacken. „Wir dürfen keine Fehler machen, das können wir uns einfach nicht erlauben“, sagte der Niederländer, der zuletzt in Österreich chancenlos gegen den überlegenden Sieger Leclerc war und mit Platz zwei noch Schadensbegrenzung betrieb.
„Dort war Ferrari etwas besser, als wir sie erwartet haben. Das Hauptproblem war aber, dass wir sehr viel schlechter waren, als wir uns das erhofft haben“, sagte Verstappen. Seine Forderung für dieses Wochenende lautet daher: „Wir müssen wieder zumindest unser normales Niveau erreichen. Natürlich wollen wir uns verbessern, aber Normalform ist das Mindeste.“
Überhaupt versuchte Verstappen, sich in die Position des Underdogs zu reden. „Wir hatten bislang kein Wochenende, an dem wir wirklich überlegen waren“, sagte er – was angesichts von sechs Siegen in bislang elf Rennen skurril wirkt. Und doch habe es sich im Duell mit Ferrari bislang „angefühlt, als wären wir die Verfolger“, behauptete Verstappen: „Wir haben etwas profitiert von den Fehlern Ferraris oder unserer Strategie.“
Über diese Probleme kann Hamilton nur müde lächeln. „Wir geben alles, um wieder die Position einzunehmen, die wir meiner Meinung nach verdienen“, sagte der 37-Jährige mit der Erfahrung von bald 300 Rennen, die im weiteren Verlauf noch zum Trumpf werden könnte. Als er im März 2007 seinen ersten Grand Prix fuhr, waren Verstappen und Leclerc gerade einmal zehn Jahre alt. (SID)
Pereira startet im Porsche Mobil 1 Super Cup
Wie gewohnt wird der Porsche Mobil 1 Super Cup vor den Rennen der Königsklasse des Motorsports ausgetragen. Dylan Pereira wird demnach an diesem Wochenende in Frankreich aktiv sein. Aktuell führt der Luxemburger, der für BWT Lechner Racing fährt, die Gesamtwertung der Rennklasse an.
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