Darum geht’s: Das Indiaca-Regelwerk ähnelt sehr stark den internationalen Statuten des Volleyball. Im Gegensatz zum Volleyball spielt man aber fünf gegen fünf und der 25 cm große Federball wird mit der flachen Hand über das Netz geschossen. Der Weltmeister wird in sechs verschiedenen Kategorien ermittelt, wobei Luxemburg in deren fünf eine Mannschaft stellen wird: Damen-, Herren- und Mixte-Open sowie Herren- und Mixed-Seniors (40+). Die Teilnehmer an der diesjährigen WM sind Estland, Deutschland, die Schweiz, Belgien und Gastgeber Luxemburg.
Popularität steigern: Obwohl die meisten Indiaca-Vereine im Norden des Landes heimisch sind, wurde gezielt die Coque als Austragungsort für diese WM gewählt, um diese Sportart über das ganze Land verteilt populärer zu machen. Verbandspräsident Marco Aardoom legte die Messlatte, in seiner gewohnt lockeren Art und mit einem Augenzwinkern, bei der offiziellen Pressekonferenz ziemlich hoch: „Wir sind seit der Austragung der ersten Weltmeisterschaft im Jahr 2001 niemals ohne Medaille zurückgekehrt. In puncto Medaillenspiegel sind wir also eine Nation, die sich mit den anderen Nationen messen lassen kann. Natürlich sind die Hoffnungen bei der WM im eigenen Land auch groß, die eine oder andere Medaille zu gewinnen.“
Die Organisation: Wer etwas überrascht über das Logo der WM war, wurde auch eines Besseren belehrt. Ähnlich wie bei den Olympischen Spielen in Japan änderte man das Logo nicht, auch wenn das Event Pandemie-bedingt ein Jahr später stattfindet. In Sachen Organisation waren die Voraussetzungen für die Austragung dieser Weltmeisterschaft nicht die allerbesten. Aufgrund von 60 freiwilligen Helfern zeigte sich Verbandspräsident Aardoom optimistisch, dass diese WM wie gewünscht über die Bühne gehen wird. Erst im März kam grünes Licht, die WM organisieren zu können. Dieser späte Zeitpunkt stellte allerdings die verschiedenen Nationen vor große Probleme.
Teams müssen Start absagen
Krieg und Corona: Die sanitäre Krise ermöglichte es Japan nicht, eine Mannschaft nach Luxemburg zu schicken. Aufgrund des Ukraine-Kriegs hatte Polen seine Teilnahme auch abgesagt. Die „große Überraschung, Indien“ (Marco Aardoom), welches als jüngstes Mitglied der IIA (International Indiaca Association) erst im November 2020 in den Weltverband aufgenommen wurde, konnte aufgrund der hohen finanziellen Kosten (vor allem für Flugtickets) für die Spieler nicht teilnehmen. Es ist anzumerken, dass die Spieler dieser Amateursportart selbst für ihre anfallenden Reisekosten aufkommen müssen.
Durch diese Absage brachte sich Nepal in Spiel und bot sich als Ersatz an. Aufgrund internationaler Probleme dauert die Erstellung der nötigen Visa aber mehr als zwei Monate, sodass auch für diese Nation die Teilnahme an der diesjährigen WM unmöglich wurde.
Volleyball-Routine: Im Gegensatz zur letzten WM gibt es bei den Luxemburger Mannschaften einige Neuheiten. Mit Andrey Gorbachev wurde ein ehemaliger Volleyball-Profi für das Herren-Open engagiert, der seine großen Erfahrungen einbringen soll. Zur Seite wird ihm Rouven Watgen stehen, um seine Indiaca-Erfahrungen mit einfließen zu lassen. Beim Damen-Open wird Marc Burelbach, ebenfalls ehemaliger Volleyballtrainer, in der Verantwortung stehen.
Große Hoffnungen: Die Spielsysteme wurden durch diese Neubesetzungen etwas umgestellt und neue Spielzüge einstudiert. Im Gegensatz zu anderen Nationen hatte die Luxemburger Mannschaft wegen lockerer Pandemie-Regelungen wesentlich mehr Trainingsmöglichkeiten und Einheiten. Dadurch wurde in den letzten Monaten der Teamgeist zusätzlich gestärkt, um mit großer Vorfreude in dieses Turnier zu gehen. Zudem haben die meisten Spieler an Erfahrung gewonnen im Vergleich zur letzten WM.
Im Überblick
Die Luxemburger Teams:
Damen Open: Eve Albers, Romy Bertemes, Karolina Complak, Nathalie Gerson, Catherine Haentges, Rachel Hoffmann, Karin Moelee, Jil Schmitz, Tania Thielen, Cheyenne Wagner
Herren Open: Pol Faber, Michel Faust, Nicolas Jacobs, Tim Kraemer, Sebastian Lang, Lou Megen, Eric Nipperts, Henri Schmitz, Rouven Watgen, Laurent Weber
Mixed Open: Albers, Complak, Faber, Faust, Jacobs, Lang, Nipperts, Schmitz, Thielen, Weber
Herren Seniors: Paul Assel, Mike Derneden, Ben Ewers, Pascal Feltes, Marc Neuens, Charles Reinig, Axel Ritter, Mike Schoos, Claude Trierweiler, Andre Weber
Mixed Seniors: Assel, Derneden, Ewers, Feltes, Tessy Kinn, Claudine Maller, Neuens, Ritter, Schoss, Tania Theis-Hubert
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