Ein Akkord der Ehrungen bestimmte für ihn die erste Jahreshälfte: Anfang Mai wurde bekannt, dass Guy Helminger den diesjährigen Servais-Preis erhält, zwei Wochen später wurde ihm dann noch der renommierte Lyrikpreis Meran zuerkannt. Nicht einmal einen Monat später tauchte der Name des gebürtigen Eschers zum dritten Mal in den Nachrichten auf: Der Autor könne den Gustav-Regler-Preis, der alle drei Jahre in Merzig im Saarland vergeben wird, endlich bei einer offiziellen Veranstaltung entgegennehmen. Die Preisverleihung war der Pandemie zwei Jahre lang zum Opfer gefallen, eigentlich hätte sie schon 2020 stattfinden sollen.
Dass dem Luxemburger Schriftsteller derzeit Preise wie Fallobst vor die Füße zu kullern scheinen, ist weniger ein Indiz dafür, dass sich jene Autoren, denen Erfolg beschieden ist, Kinder des Glücks nennen dürfen, als ein Beweis dafür, dass sich die Früchte im späteren Verlauf einer mit Verve verfolgten Schriftstellerkarriere oft summieren – wenn der Autor es denn schafft, sich auf dem Literaturmarkt im In- und Ausland zu etablieren.
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