Freitag30. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

VolksfestEin Hoch auf die Rosen: Mondorf lässt Tradition wieder aufleben

Volksfest / Ein Hoch auf die Rosen: Mondorf lässt Tradition wieder aufleben
Sogar bei den Straßenkünstlern drehte sich alles um die Rose Foto: André Feller

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

In Mondorf drehte sich am vergangenen Wochenende alles um die romantischste aller Blumen: die Rose. Das Rosenfest fand zum ersten Mal seit den 80er Jahren wieder statt. 

Trotz der hohen Temperaturen und unzähliger Festveranstaltungen quer durchs Land war das Rosenfest in Mondorf am Sonntag gut besucht. Das örtliche „Syndicat d’initiative“ ließ diese fast vergessene Tradition an einem neuen Ort wieder aufleben. Die Neuauflage des Rosenfestes, das in den 80er Jahren auf Eis gelegt worden war, fand in diesem Jahr erstmals im Kurpark statt. Sogar eine Rosenkönigin wurde gekrönt. Insgesamt zwölf junge Kandidatinnen hatten sich für die Wahl gemeldet.

Das Rosenfest begleitet die Gemeinde eigentlich schon eine ganze Weile. Die allererste Auflage wurde am 15. August 1950 vom örtlichen Tennisclub organisiert. Wie aus Berichterstattungen dieser Zeit hervorgeht, waren damals die Straßen „schwarz vor Menschen“, als die jungen Mädchen mit Körben voller Blumen durch die blumengeschmückten Straßen flanierten.

Zum Wiederaufleben des Rosenfestes organisierte das Fremdenverkehrsamt einen Markt rund um das Thema Rose. Etwa 15 Aussteller boten ihre Produkte wie etwa Kosmetik, Marmelade, Kerzen, Parfüm oder Gebäck bis hin zu Blumenarrangements an. Die Vereinigung „Patrimoine Roses pour le Luxembourg“, die sich seit 2013 für das Wiederaufleben des historischen Kulturerbes der Rosenzucht einsetzt, bot zudem luxemburgische Rosenstöcke sowie ihr neuestes literarisches Werk „Luxemburg – Land der Rosen“ zum Verkauf an. Zur Verwöhnung der Geschmackspapillen waren Menüs und Crêpes mit einer edlen Note von Rosenessenzen und Rosenblüten im Angebot.

Straßenkünstler sorgten zwischendurch mit ihren Animationen für Abwechslung, während die CyNa Girls und die Big Band Spectrum das musikalische Rahmenprogramm gestalteten. Mit Easy-Golf, einer Bootsfahrt auf der Gander und zahlreichen Spielen kamen auch die Kinder auf ihre Kosten.

Auf der gleichen Grundlage wie 1950 beteiligte sich die breite Öffentlichkeit an der Wahl der Rosenkönigin. Die Kandidatinnen flanierten mit ihren mit Blumen und Rosen geschmückten Körben durch den Park, um sich dem Publikum vorzustellen. Die anwesenden Besucher widmeten anschließend eine oder mehrere Rosen ihrer Lieblingskandidatin. Diese elegante Geste floss mit 70 Prozent in die Endnote ein. Die restlichen 30 Prozent der Abstimmung erfolgten mittels Stimmzetteln.

Gegen 18 Uhr war es dann so weit: Alle Stimmen und Rosen waren ausgezählt. Die 23-jährige Céline Wagner wurde vom Festkomitee zur Rosenkönigin 2022 gekrönt. Melanie Bollier-Nizer und Elise Reuter schafften es auf die Plätze zwei und drei und sind fortan Rosenprinzessin. Für Céline Wagner war es eine Ehre, sich an der Wahl zu beteiligen. Ihre Großmutter war früher selbst Rosenkönigin in Mondorf, und so war es für die 23-Jährige keine Frage, diese Tradition fortzusetzen.

Guy Schadeck, Vorsitzender des Interessenvereins, zeigte sich sehr zufrieden über den gelungenen Auftakt des Festes. Er übernahm vor zwei Jahren den Vorsitz des „Syndicat d’initiative Mondorf“. Zusammen mit der Gemeinde wolle man in Zukunft den Kurort mit Veranstaltungen neu beleben. Bei den Besuchern kam das Konzept am Wochenende jedenfalls sehr gut an. 

Trierweiler
21. Juni 2022 - 22.35

Was? Werden die Rosen im Park endlich geschnitten, damit man nicht drunter robben muss?