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ArchitekturVon Antik zu Hightech: Esch hat einen neuen Sitzungssaal mit vielen Finessen

Architektur / Von Antik zu Hightech: Esch hat einen neuen Sitzungssaal mit vielen Finessen
Der Gemeinderat kann ab sofort im renovierten Sitzungssaal tagen Foto: Paul Huybrechts

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Nach 85 Jahren erstrahlt der Sitzungssaal der Escher Gemeinde in neuem Glanz. Neben der optischen Aufwertung wurde der Saal nun auch technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Die letzte Einweihung des Sitzungssaales geht auf 1937 zurück. Stadtarchitekt Isidor Engler zeichnete damals für die Gestaltung verantwortlich, die Einweihungszeremonie leitete der frühere Bürgermeister Hubert Clément. Zur Einweihung des nun erneuerten Sitzungssaales und des angrenzenden Hochzeitssaales waren neben dem aktuellen Schöffen- und Gemeinderat auch die ehemalige Schöffen und Gemeinderäte Felix Bratz und Michel Wolter der Einladung gefolgt, die alle den Charme aber auch die Tücken des Saales hautnah erlebten.

Im Winter war es an den Plätzen entlang der Fenster eisig kalt, im Sommer hingegen wurde es unerträglich heiß. Ursache waren die einfach verglasten Fenster und Vorhänge, von denen einige sich nicht mehr zuziehen ließen. Der Saal hatte demnach seine beste Zeit hinter sich, und so entschloss man sich vor zwei Jahren, beide Säle zu erneuern. Architekt Jim Clemens wurde mit der Neugestaltung befasst. Erneuert wurden der Boden, die Vertäfelung der Wände und die Fenster. Technisch wurde der Saal mit einer adäquaten Entlüftung, einer ansprechenden Beleuchtung sowie Bildschirmen ausgestattet. Jedes Gemeinderatsmitglied verfügt an seinem Platz über einen versenkbaren Schirm, auf dem die Tagesordnung mit den dazugehörigen Dokumenten angezeigt wird.

Mit den Arbeiten wurde am 6. April 2021 begonnen und sie wurden am 22. Februar 2022 abgeschlossen. Die Arbeiten schritten schnell voran, für die Eröffnungszeremonie von Esch2022 war der Saal aber noch nicht bezugsfertig. Das große Wandgemälde mit dem Wappen der Stadt Esch wurde komplett renoviert und in die neue Vertäfelung integriert. Es befanden sich insgesamt drei dieser Gemälde im Sitzungssaal, die der Maler Frantz Kinnen für die 50-Jahr-Feier der Stadt Esch 1956 schuf. Die beiden Gemälde, die nicht mehr im neuen Sitzungssaal sind, wurden ebenfalls restauriert und werden in der Kunsthalle ausgestellt.

Für die Fotos von Georges Mischos Vorgängern sucht man indessen noch eine neue Bleibe, wie auch für die Büste von C.M. Spoo. Könnten die Mauern im Saal sprechen, könnten sie sicher von vielen Anekdoten berichten. Früher durfte im Sitzungssaal geraucht werden, die Spuren an Decken, Wänden und Gemälden wurden jetzt bei der Renovierung beseitigt. Der an den Sitzungssaal angrenzende Balkon wurde stabilisiert und kann jetzt wieder bedenkenlos betreten werden. Man könne mit Recht stolz auf den neuen Sitzungssaal und den neuen Hochzeitssaal sein, so Mischo abschließend, ehe das obligate Bändchen durchgeschnitten wurde.