Mittwoch14. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Schwere WaffenSchussweite 40 Kilometer – Deutschland liefert Ukraine Panzerhaubitzen

Schwere Waffen / Schussweite 40 Kilometer – Deutschland liefert Ukraine Panzerhaubitzen
Eine Panzerhaubitze 2000 steht in der Alb-Kaserne (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Um die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine gab es ein langes Ringen. Nun soll das Land zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg auch aus Deutschland ein hochmodernes Artilleriesystem bekommen.

Deutschland wird der Ukraine sieben Panzerhaubitzen 2000 liefern. Dazu sei eine Übereinkunft erzielt worden, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht am Freitag in Sliac in der Slowakei. Die Waffensysteme sollten aus einer laufenden Instandsetzung kommen und damit der Bundeswehr nicht unmittelbar fehlen. Zu den Haubitzen solle eine Ausbildung angeboten werden.

Die SPD-Politikerin besuchte in dem an die Ukraine grenzenden Land deutsche Soldaten, die mit dem Flugabwehrsystem Patriot zur Verstärkung an die NATO-Ostflanke verlegt wurden.

Die Panzerhaubitze ist ein schweres Artilleriesystem mit einer Kanone auf einem Kettenfahrzeug – und ähnelt damit einem Panzer. Der Bundestag hatte Ende März eine Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine gefordert und dazu einen gemeinsamen Antrag von Union sowie den regierenden Ampel-Parteien beschlossen. Lambrecht hatte auch eine Lieferung von Flugabwehrpanzern Gepard in Aussicht gestellt, von dem der Hersteller KMW (hier seine Produktbeschreibung) noch 50 Stück in den Beständen hat. Die Lieferung schwerer Waffen war lange umstritten.

Schussweite: 40 Kilometer

Mit Standardmunition erreicht die Panzerhaubitze Schussentfernungen von 30 Kilometern, mit reichweitengesteigerter Munition sind 40 Kilometer möglich, wie die Bundeswehr schreibt. Die Geschützbesatzung kann demnach bis zu sechs Granaten so abfeuern, dass diese gleichzeitig einschlagen. Festgestellt wird: „Die Panzerhaubitze 2000 ist eines der modernsten Artilleriegeschütze weltweit. Ihre Stärke liegt in ihrer Präzision und in ihrer großen Kampfentfernung.“

Aus Militärkreisen waren intern auch Bedenken gegen eine Übergabe des Waffensystems aus eigenen Beständen angemeldet worden. Es wurden Bündnisverpflichtungen und die befürchtete Einschränkung der eigenen Kampffähigkeit angeführt. Befürworter einer Lieferung verwiesen darauf, dass in der Ukraine Gefechte gegen russische Angreifer liefen, bei denen sich die künftige Ordnung in Europa wesentlich entscheiden könne und ein Sieg der russischen Streitkräfte deswegen verhindert werden müsse.

Zur Abschreckung hatte die Bundeswehr bereits sechs ihrer Panzerhaubitzen 2000 nach Litauen gebracht, wo sie den von Deutschland geführten NATO-Gefechtsverband verstärken.

LINK: Die Bundeswehr zur Panzerhaubitze 2000.

Joseph
8. Mai 2022 - 14.57

Wollt ihr den totalen Krieg?

Beobachter
6. Mai 2022 - 15.09

Die Realität wird den Kapitulationsbefürwortern Recht geben, auch wenn sie in der Minderheit sind. Wunschdenker ist wer glaubt dass die Ukraine mit ihrer amerikanischen Präsidenten Marionette den Kampf gewinnt!

Romain C.
6. Mai 2022 - 14.07

Nach dem zweifelhaften Völkerrecht ist Deutschland nicht Kriegspartei,aber das wird Putin wohl egal sein! Dem Endsieg über Russland steht nichts mehr im Weg! Oder?

Beobachter
6. Mai 2022 - 12.12

Dem Sieg steht nichts mehr im Weg!