Nach der Rüge eines der Verteidiger des Angeklagten ist das zumindest nicht ausgeschlossen. Rechtsanwalt Frank K. Peter kritisierte am Mittwochmorgen, dass sein Mandant den Zeugenaussagen am Vortag teilweise nicht habe folgen können, „weil er sie nicht richtig gehört hat“.
Der Grund: Eine ursprünglich vor dem 52-jährigen Angeklagten platzierte Mikrofon-Lautsprecher-Kombination war an einem der schusssicheren Fenster montiert worden. An den vorherigen Verhandlungstagen stand das Gerät vor dem Angeklagten auf dem Tisch. Ein Justizbeamter begründete den neuen Standort des Lautsprechers mit Sicherheitsbedenken. Das Gerät könnte als Wurfgeschoss missbraucht werden.
Die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz wunderte sich zwar, dass der Angeklagte am Dienstag die angeblich schlechte Akustik nicht bemängelt habe. Sie kündigte aber an, dass „der gestrige Tag unter Umständen wiederholt werden muss“. Sie werde darüber nachdenken. Oberstaatsanwalt Eric Samel und Nebenklagevertreter Andreas Ammer sprachen sich gegen eine Wiederholung des Prozesstages aus. „Sie hätten die Verständigungsprobleme ja ansprechen können, haben das aber nicht gemacht“, sagte Ammer in Richtung der Verteidigung.
Ob am Mittwoch noch eine Entscheidung über die Wiederholung des Prozesstages fällt, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 52-jährigen Angeklagten fünffachen Mord und schwer Körperverletzung in zahlreichen Fällen vor. Der Angeklagte schweigt im Prozess bislang zu den Vorwürfen.
Zu Demaart
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