Der Kremlsprecher Dmitri Peskow gab sich vor der Presse fast schon belustigt. Die Satellitenbilder, die zeigen sollen, wie Russland offenbar Militäreinheiten in der Nähe der Ukraine zusammenzieht, hält Peskow für „Provokationen“. Die schlechte Qualität sei bereits daran erkennbar, dass alle von der Ukraine sprächen, dann allerdings die Grenze zu Belarus zeigten. Zudem: „Militärbewegungen auf dem Gebiet der Russischen Föderation sind ausschließlich unsere Sache“, sagte er.
Seit einer Woche bereits tauchen in den sozialen Netzwerken immer wieder Bilder und Videos von Straßenszenen auf, die die verstärkten Truppenbewegungen der Russen zeigen sollen. Sowohl an der ukrainischen als auch an der belarussischen Grenze. Einmal sind lange Kolonnen mit verladenen Panzern zu sehen, einmal Lastwagen-Konvois, die offenbar im Südwesten Russlands unterwegs sind. Satellitenbilder der US-amerikanischen Firma Maxar zeigen zudem eine Ansammlung von Militärfahrzeugen in der Kleinstadt Jelnja in der Region Smolensk an der russisch-belarussischen Grenze. Auch die Erste Garde-Panzerarmee, eine sonst in der Region Moskau stationierte Eliteeinheit, soll dabei sein. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte dagegen mit, keine neuen russischen Truppenbewegungen in Richtung Grenze registriert zu haben.
Militärbewegungen auf dem Gebiet der Russischen Föderation sind ausschließlich unsere Sache
Die Washington Post berichtete am Wochenende über die wachsende Sorge der Amerikaner und Europäer, weil Russland seine Truppenpräsenz nach dem militärischen Großmanöver Sapad (Westen) zwischen Russland und Belarus erhöht haben soll. Erst im September hatten laut russischen Angaben etwa 200.000 Soldaten, mehr als 80 Flugzeuge und Helikopter sowie 760 Kriegsfahrzeuge und bis zu 15 Schiffe die Übung nahe der Grenze zur Europäischen Union abgehalten. Dabei hatten sie den Ernstfall eines Überfalls durch die NATO geübt. In russischen Militärkreisen ist diese Angst tatsächlich real. So verneint der kremlloyale Militärexperte Konstantin Siwkow den neuerlichen Aufmarsch der Russen keineswegs. Eine „mächtige Demonstrationsgruppe“ sei notwendig, da die Vereinigten Staaten und ihre NATO-Verbündeten derzeit einen direkten Krieg gegen Russland vorbereiteten, sagte er laut russischen Medien. Worin diese Vorbereitung besteht, erklärte Siwkow nicht.
Gegendemonstration zu Einsatz einer Drohne
Die Situation, so unklar sie sein mag, erinnert an die Verschärfung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland im Frühjahr dieses Jahres. Auch im März und April ließ Moskau seine Armee an der Grenze zur Ukraine aufmarschieren – und dementierte zunächst. Erst nach einem Anruf des amerikanischen Präsidenten Joe Biden bei seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin entspannte sich die Situation, die beiden trafen sich später in Genf. Der Aufmarsch in der Region Woronesch und auf der annektierten Halbinsel Krim wirkte wie ein Druckmittel, um Biden, der kurz zuvor Putin als „Killer“ bezeichnet hatte, zu Gesprächen zu zwingen.
Auch jetzt wolle Russland Stärke demonstrieren, sagte der russische Militärbeobachter Waleri Schirjajew dem russischen Internet-TV-Sender „Doschd“. Er rechnet damit, dass Russland in den kommenden Tagen seine „Antwort, welcher Art auch immer“ auf den ukrainischen Einsatz einer Kampfdrohne im Donbass schicken werde. Am 26. Oktober hatte die ukrainische Armee eine ihrer sechs von der Türkei gekauften Bayraktar-Drohnen in der Nähe der Siedlung Hranitne südlich von Donezk eingesetzt. Nach Angaben aus Kiew habe sich die Ukraine vor dem Beschuss aus dem Separatistengebiet verteidigen müssen. Die Ukraine demonstrierte damit, dass sie die Waffen auch einsetzen könne, die sie kaufe. Die Gegendemonstration seiner Waffenkraft liefert nun Russland in Jelnja – in viel größerem Ausmaß.
Zu Demaart
D’washington post huet vun der ukrainescher grenz geschriwwen - an de pentagon huet och vun der ukraine geschwaat - haaptsaach der welt weisen a weienger gefoor d‘ukraine ass. - beis russen awer. Virwaat huelen sie et net einfach hinn wann se vun der Nato an hieren nopeschlänner bedroht ginn,
Europa muss mam Nooper Putin eens ginn. Do drei't daat Saebelgerassel vun der Nato absolut Naischt positives dozo'u bei'! Do drohen Saktio'unen absolut Naischt positives dozo'u bei'!
@Jeff: Ok, dann eben Sponsoren eines totalitären Diktatoren die sich Palaste aufbauen. Und bezüglich Verbreitung von Werten: Nachbarländer für sich beanspruchen ist auch Kolonialismus. Vielleicht erleben wir ja noch einmal die Unterdrückung von Meinungsfreiheit und die damit einhergehende Speichelleckerei von Opportunisten. Auch hier zu beobachten.
@Sepp - Dat mam Palast huet sech als Fake News eraus gestallt. Meiglecherweis ass dei News nach net bei Ierch ukomm Waat Meenungsfräiheet ubelangt, do ass Europa an Nato jo um guddem wee fir jiddferengem Hier Werter opzedrängem, a net Russland.
Lieber von geldgierigen Kapitalisten verteidigt die noch einen Hauch von Steuern bezahlen als von totalitären Diktatoren die nicht mal Meinungs-und Pressefreiheit akzeptieren und sich einen Palast aufbauen.
Russische militaerfahrzeuge in einer russischen stadt. Da muss der ami natuerlich kraeftig aufjaulen..sowas geht gar nicht. US militaer steht ja auch kaum in den USA sondern lieber in polen,litauen,irak oder taiwan.
Sidd einfach emol objektiv a neutral !! Dei propagenda do nervt einfach nemmen d‘leit - och dei aus Lëtzebuerg !!! Waat huet den Amerikaneschen jet haut am Russeschem loftraum verluer gehaat?? Waat hun dei oofwierrakeiten an den Gus staaten verluer? Alles nemmen training vun der NATO …. Haalt einfach nemmen op mat der propaganda. Mir sinn schlau genuch fir ons international zw informeiren !!! Haalt är lieser net fir esou domm, an zwëngt hinnem är meenung net op !!!!