Das erste Mal trafen die luxemburgische und die portugiesische Mannschaft 1972 beim olympischen Qualifikationsturnier aufeinander – mit dem besseren Ende für Luxemburg, das damals im spanischen Pontevedra mit 23:22 gewann. Das war über viele Jahre der einzige Sieg, denn bei den kommenden Begegnungen, die alle im Rahmen der damaligen C-WM stattfanden, zogen die luxemburgischen Farben jeweils den Kürzeren. Dies war sowohl in der Schweiz (1978) als auch in Belgien (1982) und zweimal in Portugal (1986 und 1988) der Fall. Beim letzten offiziellen Aufeinandertreffen der beiden im Jahr 1990 gab es in Helsinki einen 21:17-Sieg für das luxemburgische Team.
Seither ist viel Zeit vergangen und die Portugiesen haben sich zu einem Mitglied der erweiterten Weltklasse gemausert. Es wird also ein interessantes Testspiel für die Mannschaft von Nikola Malesevic, auch wenn es vermessen wäre, an einen Erfolg zu glauben. „Für uns gehört jedes Spiel, das wir in dieser Phase gegen andere Mannschaften bestreiten dürfen, zu unserem wichtigen Lernprozess. Wir befinden uns in einem Erneuerungsprozess mit vielen jungen und neuen Spielern und es bedarf sicherlich einiger Zeit, um mit der Mannschaft die taktischen Maßnahmen und die nötigen Automatismen einzustudieren. Auch wenn Portugal heute zur Weltklasse zählt, können wir lernen und uns verbessern. Wichtig ist nicht das Resultat, wichtig ist zu sehen, wie die Mannschaft sich im Kollektiv schlägt, welchen Kampfgeist sie über die 60v Minuten nicht nur gegen Portugal, sondern ebenfalls in den zwei Spielen gegen die USA entwickelt“, sagt Nikola Malesevic.
Kader
Im Tor: Chris Auger (Red Boys), Jérémy Guerder (Mersch), Mika Herrmann (HBD), Scott Meyers (Berchem)
Feld: Martin Muller, Julien Kohn, Felix Werdel (alle Esch), Ojie Etute, Josip Ilic, Armin Zekan (alle HBD), Lé Biel, Yann Hoffmann, Ben Weyer (alle Berchem), Daniel Scheid, Aldin Zekan (beide Red Boys), Milasin Trivic (Käerjeng), Adel Rastoder, Tommy Wirtz (beide Saarlouis/D), Raphael Guden (Dansenberg/D), Loic Kaysen (Gummersbach/D), Christophe Popescu (AS Lyon/F), Joé Schuster (HC Northeim/D)
Trainer: Nikola Malesevic
Ganz anders werden wohl die Spiele gegen die USA verlaufen. Gegen die Amerikaner kann man sich auf ein Duell auf Augenhöhe einstellen. 2019 hatte man schon zwei Testspiele gegen diesen Gegner absolviert. Das erste gewann Luxemburg in Düdelingen, das zweite in Bettemburg ging dann aber verloren. 2020 mussten zwei weitere Testspiele wegen Corona abgesagt werden. Die Testspiele gegen die USA kommen zustande, weil fast alle amerikanischen Spieler in europäischen Vereinen auflaufen. Die meisten verdienen als Vollprofis in französischen und deutschen Zweitligen ihr Brot. „Es wird also kein Zuckerschlecken gegen diese Profis, doch wir werden sicherlich auf Augenhöhe agieren“, erklärt der Trainer weiter. Nun sind die Ergebnisse dieser Vorbereitung zwar wichtig, viel entscheidender ist jedoch, dass man sieht, wie die Mannschaft sich entwickelt und wie sie in der Vorbereitung auf die eigentlich wichtigen Aufgaben weiterkommt.
Im Überblick
Programm in der Woche des Handballs:
Mittwoch, 3. November, in Crauthem:
19.00 Uhr: Luxemburg – Portugal
Freitag, 5. November, in der Arena der Coque:
17.30 Uhr: Luxemburg – USA
20.15 Uhr: Galamatch Deutschland – Portugal
Samstag, 6. November, in der Arena der Coque:
13.30 Uhr: Luxemburg – Metz (U17 Damen)
15.30 Uhr: Luxemburg – All Star Team (Damen)
18.30 Uhr: Luxemburg – USA (Herren)
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