Mit der Aktion „Wou bleifs du?“ haben die Liga der studentischen Sportverbände von Luxemburg (Lasel) und die Vereinigung der Sportlehrer (APEP) gemeinsam eine Initiative für den Schulport ins Leben gerufen. Das Ziel ist ganz klar: mehr Bewegung für Luxemburgs Jugend. Über 18 Monate haben sanitäre Maßnahmen die sportlichen Möglichkeiten stark eingeschränkt. Das trifft besonders Kinder und Jugendliche, bei denen viele alltäglichen Bewegungsaktivitäten wie zum Bus gehen und Freude treffen, auf der Strecke blieben, vermelden die Organisationen in ihrem Ankündigungsschreiben.
„Wir merken in der Schule ganz gut, dass die Motivation nicht mehr da ist“, sagt APEP-Präsident Claude Schumacher im Gespräch mit dem Tageblatt. Doch nicht nur das, auch seitens der Erwachsenen herrsche noch Vorsicht und wenig Elan, um die Kinder in die Sportsektionen anzumelden, denn die Gefahr, sich mit Covid-19 anzustecken, bereite noch vielen Eltern Angst.
Der Mangel an Sport und Bewegung sei jedoch dramatisch für die gesundheitliche Entwicklung, sagt Schumacher. Nicht nur der Schulsport sei während der Pandemie weggefallen, auch der Vereinssport musste unter den Restriktionen oft eingestellt werden. Aufgrund der Lockerungen kann es nun jedoch wieder losgehen. Der Kern der Aktion sei es, bei den Kindern Motivation hervorzurufen, um sich dem Bewegungsangebot der Sportsektionen anzuschließen. Jede Schule schaffe ihre eigenen Angebote, doch durch die Lasel könne nun auch wieder der Betrieb interschulischer Aktivitäten und Wettbewerbe auf nationaler Ebene aufgenommen werden. Den Anfang macht der „Walfer Vollekslaf“ am 3. Oktober 2021.
Über die Initiative hinaus sei es Schumachers Wunsch, „den Schulsport mittel- und langfristig zu stärken“. Eine Stunde Schulsport pro Woche sei zu wenig. Die Aufgabe der Sportlehrer sei es immerhin, die Kinder auf den Weg zu bringen, sich lebenslang sportlich zu betätigen. Schließlich bessere Sport die Gesundheit und verhelfe sogar zu einem stärkeren Immunsystem.
Zu Demaart
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