Carole Dieschbourg, Politikerin von „déi gréng“ und seit 2013 Umweltministerin, hat am vergangenen Donnerstag die Broschüre „Préparer et préserver l’avenir“ vorgestellt. Die Broschüre ist Teil des dritten Nationalen Plans zur nachhaltigen Entwicklung. Mit der Veröffentlichung des Texts möchte die Ministerin dem Nationalen Plan „die größtmögliche Publizität“ verleihen. Dies teilte das Ministerium am Freitag in einem Presseschreiben mit.
Mit dem Nationalen Plan zur nachhaltigen Entwicklung leistet Luxemburg seinen Beitrag zur Umsetzung der „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ oder der „Agenda 2030“. Bei dieser Agenda handelt es sich um spezifische politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN), die 2016 in Kraft traten und bis 2030 laufen sollen. Sie umfassen einerseits ökologische Ziele – zum Beispiel den Schutz von Landökosystemen –, aber auch soziale oder ökonomische Ziele, wie die Gleichstellung der Geschlechter oder die Schaffung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums. So schreibt das Umweltministerium: „Diese 17 ehrgeizigen Ziele sind strategische Meilensteine im Kampf gegen extreme Armut und den Abbau von Ungleichheiten bei gleichzeitigem Schutz des Planeten vor dem Klimawandel und dem Verlust der Artenvielfalt.“
Die Luxemburger Regierung fokussiert sich in ihrem Nationalen Plan auf zehn dieser 17 Ziele. Sie sollen als „Fahrplan dienen, um eine nachhaltige Entwicklung in und durch Luxemburg zu gewährleisten“, schreibt das Umweltministerium. Die Regierung hat sich für folgende Ziele entschieden:
- Eine soziale Eingliederung und Bildung für alle gewährleisten,
- Die Bedingungen für eine gesunde Bevölkerung garantieren,
- Die Förderung des Konsums und der Produktion von nachhaltigen Gütern,
- Die Diversifizierung und Sicherung einer inklusiven und zukunftsträchtigen Wirtschaft,
- Die Nutzung des Territoriums planen und koordinieren,
- Eine nachhaltige Mobilität gewährleisten,
- Die Zerstörung unserer Umwelt stoppen und die natürlichen Ressourcen respektieren,
- Der Schutz des Klimas, Anpassung an den Klimawandel und Sicherstellung einer nachhaltigen Energieversorgung,
- Auf globaler Ebene zur Beseitigung der Armut und zur Kohärenz der Politik für nachhaltige Entwicklung beitragen,
- Nachhaltige Finanzen gewährleisten.
Im ersten Teil der Publikation werden darüber hinaus zehn konkrete Handlungen in den Fokus gestellt, die jeder Einzelner im Alltag umsetzen kann. Dazu gehören auch weniger Fleischkonsum und die Reduktion des privaten Abfalls. Der zweite Teil der Publikation stellt die internationalen und nationalen Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung vor. Er veranschaulicht auch die Verbindung zwischen nachhaltiger Entwicklung und der Covid-19-Pandemie.
Die Broschüre wird auf www.emwelt.lu sowie www.bne.lu veröffentlicht.
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