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PandemieKläranlagen reinigen Abwasser vom Coronavirus – keine Gefahr für Fauna

Pandemie / Kläranlagen reinigen Abwasser vom Coronavirus – keine Gefahr für Fauna
 Symbolbild: Editpress

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Das Sars-CoV-2 wird durch den Reinigungsprozess der Kläranlagen entweder getötet oder sehr stark reduziert. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Frage der LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Claude Haagen hervor.

Bei der Bestimmung des Infektionsgeschehens greift die Regierung auch auf die Abwasseranalysen zurück, die in Luxemburgs Kläranlagen getätigt werden. Analysen des „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST) zufolge überlebt das Virus den Reinigungsprozess in den Kläranlagen nicht oder wird sehr stark dezimiert, denn: Das Virus konnte im Wasser, das die Kläranlage durchlaufen hat, nicht mehr nachgewiesen werden – unabhängig davon, ob eine biologische oder mechanische Abwasserreinigung stattgefunden hat. Das geht aus einer gemeinsamen Antwort des Gesundheits-, Umwelt- und Forschungsministeriums auf eine parlamentarische Frage der LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Claude Haagen hervor.

Untersuchungen in den Gewässern Luxemburgs seien bisher noch keine durchgeführt worden, weil das Virus im gereinigten Wasser der Kläranlagen nicht vorzufinden sei. Die Forscher des LIST seien jedoch in Wallonien an einer Studie der Badegewässer beteiligt gewesen, in denen das Coronavirus ebenfalls nicht nachgewiesen werden konnte. Eine Übertragung des Virus durch kontaminiertes Wasser könne zudem nicht wissenschaftlich belegt werden, schreiben die zuständigen Minister in ihrer Antwort. Für die tierischen Bewohner der Gewässer – und damit zuallerletzt auch für die Fischer – bestehe keine Gefahr.

Das Virus scheint auch nicht im Klärschlamm oder anderen festen Abfällen zu überleben. Dazu sind in Luxemburg keine Studien durchgeführt worden, schreiben die Minister, doch hätte eine Forschergruppe an der Universität Trient in Italien festgestellt, dass die Behandlung des Abwassers mit starker Hitze das Virus abtöten würde. Die Mitarbeiter, die vor der Hitzebehandlung mit dem Klärschlamm in Kontakt kommen, haben die nötige Schutzkleidung an, um sich vor dem Virus zu schützen – diese ist jedoch nicht nur in Pandemiezeiten zu tragen, sondern soll die Belegschaft insgesamt vor Krankheiten schützen.