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Zum EuropatagJuncker im RTL-Radiointerview: „Ein Virus hält man nicht auf, indem man Grenzen schließt“

Zum Europatag / Juncker im RTL-Radiointerview: „Ein Virus hält man nicht auf, indem man Grenzen schließt“
 Foto: Francisco Seco/AP/dpa

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Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker findet, dass die blau-rot-grüne Regierung die Corona-Krise gut meistert. Besonders Gesundheitsministerin Paulette Lenert würde einen guten Job machen. Das sagte der Luxemburger Ex-Premier im RTL-Background-Gespräch am Samstag.

Eingangs der Sendung verriet der ehemalige Luxemburger Staatsminister Jean-Claude Juncker, dass die soziale Distanzierung ihm natürlich schwerfalle – so wie jedem anderen auch. Er sei kein Mensch, der für diese Art der Abstinenz gemacht sei. So lange wie zurzeit sei er noch nie zu Hause gewesen. Glücklicherweise habe er einen Garten. „Die Leute, die keinen Garten haben oder keine Terrasse, die Menschen, die in einer kleinen Wohnung mit zwei Kindern leben, das sind die Leute, die eigentlich unter den Ausgangsbeschränkungen leiden“, sagt der CSV-Politiker.

Die Arbeit, die die Regierung in der Corona-Krise leistet, ist für Juncker gut. Er hätte wahrscheinlich nicht viel anders gemacht. Auf die Frage des RTL-Interviewers hin, von wem man sich denn in der Corona-Krise hätte beraten lassen sollen, meint Juncker, er vermisse die Gewerkschaften in der beratenden Arbeitsgruppe. Es gehe schließlich um Menschen, die arbeiten oder in Kurzarbeit seien. Das seien Menschen, die 20 Prozent weniger verdienen – also ein Fünftel weniger – und das mache bei kleinen Löhnen viel aus. Deshalb sei es auch wichtig, die Akteure, die diese Menschen vertreten, in die Gruppen zu integrieren.

„Das ist lächerlich“

Ein anderes Thema waren die geschlossenen Grenzen in Europa, auch zu dem deutschen Nachbarland, und das an einem Europatag. „Mir tut das weh und es macht mich wütend“, sagt der ehemalige Kommissionspräsident im Interview. Das seien Provokationen von einzelnen Nationalstaaten. „Ein Virus hält man nicht auf, indem man Zöllner und Polizisten einsetzt und die Grenzen schließt. Ein Virus hält man nicht auf, indem man unterschiedliche Maßnahmen trifft, zwischen der deutsch-niederländischen Grenze und der deutsch-luxemburgischen Grenze. Das Ganze ist lächerlich“, findet Juncker. 

Der Ex-Premier schließt eine Rückkehr in die Politik aus –  aber nicht wegen seines Alters von 65 Jahren. Überraschend für die meisten dürfte auch sein, dass der als langjähriger Raucher bekannte Politiker nicht mehr raucht. Er wäre jetzt weniger nervös als in der Zeit, als er noch geraucht habe.

Blaat Gaston
11. Mai 2020 - 17.35

Wann eise frësche Pensionnär Recht huet , huet och hien Recht. A besonnesch wann ën aus gudder Quell behaapt daat Ganzt wier lächerlech.Duermatt ass jiddereen aferstaan. Hien huet och Recht , en x-belibegën Virus deen fun Wand , Wolleken oder Insekten an därsgleichen transportéiert gëtt hält och , wee et nach Grenzen geef , keen Douanier zereck. Mä eise neie chinesesche Virus deen aus puere Liddregkeet sech fun engen Mënsch transportéieren leist, mecht Halt firun eiser Grenz wann sein Transpoteur net an eist Land eran därf , oder ? Si taquisses..........!

Lucilinburhuc
10. Mai 2020 - 21.43

Gratuliere den neuen Nichtraucher!

Justine
9. Mai 2020 - 20.33

Ech hoffe jo awer dass hie just nach eemol am Joer fir den Europadag säi Pefferkär bäileet.