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CoronavirusXavier Bettel: „Ich kann nicht sagen, wann diese Krise vorbei sein wird“

Coronavirus / Xavier Bettel: „Ich kann nicht sagen, wann diese Krise vorbei sein wird“
Laut Premierminister Xavier Bettel ist ein Ende der Krisensituation noch nicht absehbar Foto: SIP/Anthony Dehez

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In Luxemburg sind mittlerweile fünf Menschen an der Krankheit Covid-19 gestorben. Bei einer Pressekonferenz rief Premierminister Xavier Bettel die Menschen noch einmal dazu auf, sich an die Regeln zu halten. Die Polizei führe Kontrollen durch. 

Das Coronavirus hat in Luxemburg ein fünftes Todesopfer gefordert, mittlerweile sind 485 Infizierte bestätigt. 16 Infizierte befinden sich in den Krankenhäusern, davon drei auf einer Intensivstation. „Ich weiß, dass es nicht einfach ist“, sagte Premier Xavier Bettel am Freitagnachmittag bei einer Pressekonferenz, aber jeder müsse mit der Situation umgehen, wie er kann. Er rief die Menschen wiederholt dazu auf, zu Hause zu bleiben. 

Spazieren gehen sei erlaubt, allerdings nur alleine oder mit Personen, die im gleichen Haushalt leben. Sollte man unterwegs jemandem begegnen, müsse man mindestens zwei Meter Abstand halten. „Wir kommen nur durch diese Krise, wenn wir uns an die Regeln halten und uns schützen“, sagte er. Am Donnerstag hat die Polizei 400 Kontrollen durchgeführt. Privatpersonen seien nicht mit einer Strafe belegt worden, dafür ein Café und ein Unternehmen, sagte Bettel. 

Erhöhte Test-Kadenz 

Die erhöhte Zahl an Infizierten habe auch mit der erhöhten Test-Kadenz zu tun, sagte der Premier. Am Donnerstag alleine seien etwa 750 Menschen getestet worden. Am Mittwoch seien es „über 700“ gewesen. Wie viele Personen seit Beginn des Ausbruchs getestet wurden, wisse er noch nicht. Er habe diese Zahl aber angefordert, sagte er. Ohne Attest wird in Luxemburg nicht getestet: „Einige Personen sind nach Hause geschickt worden, weil sie kein Attest dabei hatten.“

Der Premierminister äußerte sich bei der Pressekonferenz auch zu den falschen Zahlen, die am Freitagmorgen von der Regierung veröffentlicht worden waren. In einer ersten Mitteilung war von 618 bestätigten Infektionen die Rede. Ein paar Minuten später wurde die Zahl auf 485 korrigiert. Es habe sich hier um einen menschlichen Fehler gehandelt, sagte Bettel. Die Zahlen eines Laboratoriums seien fälschlicherweise zweimal gezählt worden. 

2.000 Zimmer für Grenzgänger 

Um die Kranken in den Krankenhäusern zu betreuen, ist Luxemburg auf das Personal aus dem Ausland angewiesen. Damit dieses nicht täglich die Grenze passieren muss, stellt Luxemburg 2.000 Hotelzimmer für die Grenzgänger zur Verfügung. 155 Menschen hätten dieses Angebot bereits wahrgenommen. Die Zimmer sind hauptsächlich für das Personal in den Krankenhäusern vorgesehen. Grenzgänger, die in einem anderen relevanten Beruf arbeiten, können aber ebenfalls eine entsprechende Anfrage stellen. 

Seit fünf Tagen steht das öffentliche Leben in Luxemburg still und die neue Situation wirft bei vielen Menschen Fragen auf. Deshalb ging der Premier noch auf einige Spezialfälle ein: Ein Umzug sei erlaubt, wenn er notwendig ist. „Wir wollen nicht, dass jemand auf der Straße ist, weil sein Mietverhältnis beendet ist“, sagte er. Man dürfe auch sein Haus verlassen, um sich um die eigenen Haustiere zu kümmern, beispielsweise wenn man ein Pferd hat. 

„Ich weiß nicht, wann diese Krise vorbei sein wird“, sagte Bettel. Er halte sich an die Vorgaben der Experten. „Solange diese die Maßnahmen befürworten, werde ich sie auch aufrechterhalten.“ 

Wie schützt man sich am besten vor einer Ansteckung?

Die Schutzmaßnahmen sind die gleichen wie bei anderen Infektionen der Atemwege: Hände regelmäßig und gründlich waschen, in den Ellbogen oder in ein Papiertaschentuch niesen und das Taschentuch sofort in einem abgedeckten Mülleimer entsorgen, Händeschütteln und Küssen vermeiden, von engem Kontakt mit kranken Menschen absehen, zu Hause bleiben, wenn man krank ist, und es unterlassen, das Gesicht mit den Händen zu berühren.

Seit dem 2. März 2020 ist eine Hotline für die Öffentlichkeit unter der Nummer 80 02 80 80 in Betrieb.

Menschen mit Symptomen einer Infektion oder solche, die aus einem Risikogebiet zurückkehren, sollen nicht zum Arzt oder in die Notaufnahme gehen, sondern die Nummer 80 02 80 80 (oder im Notfall 112) anrufen. Darüber hinaus sollten sie von Besuchen bei gefährdeten Personen absehen.

Das Coronavirus im Steckbrief

– Name: Coronavirus, Covid-19
– Übertragungsweg: Tröpfcheninfektion
– Am meisten betroffene Körperregion: Lungen
– Symptome: trockener Husten, Fieber, Atemnot
– Inkubationszeit: bis zu 14 Tagen
– Gefährlich besonders für ältere Menschen oder Personen, die schon (schwere) gesundheitliche Probleme haben

titi
21. März 2020 - 12.59

Unser Premier ist kein Hellseher. Seine hektische und pathetische Ausdrucksweise sind nicht dazu angetan die Bürger zu beruhigen. Im Gegenteil Herr Bettel verunsichert statt für Klarheit zu sorgen.

Wo ist?
21. März 2020 - 10.38

Was macht eigentlich Herr Turmes? Muss man sich Sorgen machen? Alle drehen seit Tagen in allen Medien herum, er könnte doch auch etwas Werbung gebrauchen,

arendt
20. März 2020 - 15.49

Et däerf ee Sonndes net an d'Mass goen, d'Ouschteren an d'Oktav sinn ofgesot, d'Kanner däerfen net klibber goen, d'Kommioun net maachen net gefirmt ginn, et muss e per Skype beichten, wou geet dat hin. Iwwerlieft d'CSV dat iwwerhaapt, zousätzlech zu der Ofschafung vum Reliounsunterriicht?