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Jeannot WaringoEin Finanzexperte bei den Großherzogs

Jeannot Waringo / Ein Finanzexperte bei den Großherzogs
30 Jahre lang war Jeannot Waringo (67) Direktor der Generalinspektion der Finanzen und vertrat den Staat in zahlreichen Verwaltungsräten Foto: Editpress/Didier Sylvestre

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Jeannot Waringo hat den Bericht über die Personalpolitik am Hof erstellt

Eigentlich war er schon am 1. November 2016 in Rente gegangen. Nur sein Amt als Verwaltungsratspräsident der nationalen Eisenbahngesellschaft CFL hat er noch behalten. Doch im Sommer 2019 wurde Jeannot Waringo von Premierminister Xavier Bettel (DP) zum Sonderbeauftragten ernannt, um die Personalpolitik am großherzoglichen Hof unter die Lupe zu nehmen. Seinen Bericht hat er inzwischen abgeschlossen. Am Freitag (31.1.) wurde das Dokument im Ministerrat vorgestellt, am kommenden Mittwoch werden die Abgeordneten im zuständigen parlamentarischen Institutionenausschuss über Waringos Erkenntnisse diskutieren.

Der heute 67-jährige studierte Wirtschaftswissenschaftler war 30 Jahre lang Direktor der Generalinspektion der Finanzen („Inspection générale des finances“, IGF), jener mächtigen staatlichen Verwaltung, die maßgeblich an der Erstellung des Haushaltsplans mitwirkt. Begonnen hat er seine Beamtenkarriere unter dem damaligen Finanzminister Jacques Santer (CSV) und Budgetminister Jacques Poos (LSAP). Sechs Finanz- und Haushaltsminister hat er seitdem kommen und gehen sehen.

Als „Herr über den Haushalt“ hat er den Aufstieg der CSV seit Mitte der 1980er-Jahre begleitet. Mit der Partei in Verbindung gebracht werden wollte er aber nicht. Als „eher grün und sozial“ bezeichnete er sich im Oktober 2016 gegenüber der Wochenzeitung dLëtzebuerger Land. Dem Magazin Paperjam erzählte er 2015, dass er für politische Extreme keine Sympathien hege. Mitglied einer Partei war Jeannot Waringo nie.

Als hoher Beamter hat er die Regierung in mehreren Verwaltungsräten von Unternehmen vertreten, an denen der Staat Anteile hält. Neben dem Vorsitz bei der CFL tagte er im Vorstand von Lux-Airport, Lux-Development, ArcelorMittal, der SEO und dem „Fonds du logement“. Auch beim „Centre culturel de rencontre Abbaye Neumünster“ und beim Mudam saß er im Verwaltungsrat. In diesen Ämtern prägte er die Personalpolitik und die Ausrichtung dieser Einrichtungen und Unternehmen entscheidend mit.

Als er 2016 nach 30 Jahren im Staatsdienst und einem Schlaganfall in Rente ging, wollte er eigentlich kein Mandat mehr annehmen. Stattdessen wollte er sich auf seine acht Enkelkinder und aufs Reisen konzentrieren, wie er 2016 dem Land erzählte. Mittlerweile hat Waringo zehn Enkelkinder.

Als Direktor der „Inspection génerale des finances“ legte Waringo Wert auf Rigorosität, Diskretion, Gewissenhaftigkeit und Charakterstärke. Wegen dieser Eigenschaften hat der Staatsminister ihm wohl die heikle Aufgabe anvertraut, die Personalpolitik am Hof zu untersuchen.

Lily
5. Februar 2020 - 11.57

Jiddfereen an eisem Land huet d'Recht sech seng Meenong ze bilden ! Mir liewen jo all zesummen hei an ech mengen net allzu schlecht ! Loossen mir dach vun elo un deenen Leit déi vun der Chamber {déi mir jo fräi dohin gewielt hun) elo dach d' Zäit fir eng onofhängeg an objektiv Stellong können ze präsentéieren ! Dann kann een (wann et muss sin) diskutéieren ! Haalen mer dach onbedengt op mat Wierder em eis ze geheien, déi wéi doen a virun allem bis elo hei zu Letzebuerg ni esou gebraucht si gin ! Wann jo, dann ennert Ihrem eegenen Numm ! Hoffen mir daat Bescht - soss muss een sich froen : Ass dat doten nach eist Land !!!!!

Josiane
31. Januar 2020 - 22.27

Den Här Nassau soll säin Telefon a Post selwer bezuelen, déi déngschtlech Partie dovu kann e jo vun der Steier ofsetzen wéi mir och, et ass jo net eis Schold dass hie keng bezilt.

Joëlle
31. Januar 2020 - 19.28

Déi Famill kascht eis en Aarm an e Been. Ab an d'Exil.

Waringo-Fan
31. Januar 2020 - 18.16

E grousse Merci, Här Waringo, datt Dir Iech 6 Méint mat dém Schund do geplot huet, fir mol t'Wouerecht op den Desch ze léen!

Le méchant z.Z London
31. Januar 2020 - 17.08

Der Bericht des ehrenwerten Mannes lässt nur eine Schlussfolgerung zu: die Monarchie ist abzuschaffen...sofort..

Jeannot waringo
31. Januar 2020 - 9.38

Den Artikel ass tiptop. Ech wollt just soen dass ech nemmen 1 Hiereschlag hat a keng zwee. De Moment hunn ech och schons 10 Enkelkanner an dat ass richteg Freed. Dass ech fir Linke keng Sympathie hätt wosst ech net. Ech wees ower dass ech dat extreemt net gaer hunn, op riets oder lenks op an der Héicht oder an der Déift.