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Mit Anlaufschwierigkeiten: Arbeiten an der neuen Sporthalle in Niederkorn werden bald beginnen

Mit Anlaufschwierigkeiten: Arbeiten an der neuen Sporthalle in Niederkorn werden bald beginnen
Die neue Halle soll voraussichtlich 2020 bezugsfertig sein.

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In den nächsten Wochen soll er dann wirklich beginnen: der Bau der neuen Sporthalle in Niederkorn. Und das mit einer Verzögerung von – fast auf den Tag genau – einem Jahr.

Von Marc Gatti

Wir schreiben den 11. September 2017. In Anwesenheit des damals kompletten «déi gréng»-LSAP-CSV-Schöffenrates konnte der erste Spatenstich zur neuen Sporthalle gemacht werden. Als «wichtigen Tag für Niederkorn» bezeichnete Bürgermeister Roberto Traversini («déi gréng») damals die Grundsteinlegung für die neue Sporthalle, die neben dem Schulcampus der ehemaligen Knabenschule entstehen soll. Und danach passierte nichts mehr.

Was war geschehen? Tom Ulveling (CSV), Schöffe für öffentliche Bauten, begründet diese fast einjährige Verzögerung beim Gespräch mit dem Tageblatt damit, dass eine «permission de voirie» von der nationalen Eisenbahngesellschaft fehlte. Acht lange Monate sollen vergangen sein, bis diese fehlende Genehmigung im Differdinger Gemeindehaus angekommen sein soll. Bereits Anfang 2017 gab es eine Menge Diskussionen zu diesem Projekt, da acht Lindenbäume aus dem Jahr 1950 den Bau der Halle verhinderten. «Gigantismus» wurde den Stadtvätern damals von einigen Umweltschützern vorgeworfen. Die geplante Sporthalle sei weitaus größer, als es für die Bedürfnisse vonnöten sei. Die Bäume hätten eine wichtige Funktion als «grüne Lunge» in der Ortsmitte zu erfüllen.
Laut den Umweltaktivisten wäre es besser gewesen, eine kleinere Sporthalle auf dem Parkplatz gegenüber der angrenzenden Bahngleise zu errichten. Anlässlich der Grundsteinlegung im Jahr 2017 betonte Roberto Traversini, dass die Bäume umgepflanzt worden seien und somit erhalten bleiben – mit Ausnahme von einem, der erkrankt war.

Für Vereine

Dieser Neubau entspreche aus mehreren Gründen einer dringenden Notwendigkeit, so Tom Ulveling während unseres Gesprächs. Die Sporthalle sei in erster Linie für die Schule notwendig, soll doch der Schulsport in der «European City of Sport» gefördert werden. Ebenso sollen die kulturelle Veranstaltungen der Niederkorner Vereine in einem gediegenen Rahmen stattfinden können. Außerdem soll die Halle später auch sämtlichen Vereinen zur Verfügung stehen, wenn die Sporthalle im Sportpark Oberkorn während der Kernsanierungs- und Umbauphase vorübergehend geschlossen werden muss.

Für die neue Halle mit einer Gesamtfläche von 3.365 Quadratmetern sind im Erdgeschoss ein Multisport-Saal (drei Einheiten), sieben Umkleidekabinen, Duschräume und Gerätesäle vorgesehen. In den beiden oberen Stockwerken soll es einen 291 Quadratmeter großer Turnsaal geben, der für sportliche und kulturelle Darbietungen genutzt werden kann. Die Tribüne umfasst 300 Sitz- und 130 Stehplätze. Zudem soll ein Yoga-Raum in der Halle eingerichtet werden.

Die neue Niederkorner Sporthalle, die über das Prinzip einer funktionalen Ausschreibung gebaut wird, hatte im vergangenen Jahr einen initialen Preis von 7.020.000 Euro. Roberto Traversini sagte damals bei der Grundsteinlegung hierzu, dass dies «ein solcher Quadratmeterpreis» sei, «wie es ihn sonst meilenweit nicht gibt». Die Kosten müssen nun wegen der einjährigen Verspätung etwas nach oben korrigiert werden. Vom Staat wurden 2,3 Millionen Euro Zuschüsse in Aussicht gestellt. Sollten sämtliche Termine nun eingehalten werden, dann wäre die neue Sporthalle im Jahr 2020 bezugsfertig.