Esch ist das Muster der Industriestadt schlechthin. Seine Vergangenheit als schlagendes Herz der Stahlindustrie in Luxemburg ist ebenfalls ein fester Teil der Architektur. Andere stille Zeugen vergangener Tage sind leider ein bisschen auf der Strecke geblieben.
Von Misch Pautsch
Dass die Stadt Esch ein reiches historisches Erbe besitzt, braucht den wenigsten Besuchern der Minettemetropole erklärt zu werden. Ein kurzer Blick in jedwede Richtung reicht: Restaurierte Hochöfen, Museen und zu rustikal-dekorativen Elementen umgebaute Stahlträger lassen wenig Zweifel aufkommen, um welchen Arbeitsbereich herum die Stadt zur zweitgrößten des Landes herangewachsen ist. Esch ist stolz auf seine Vergangenheit und stellt dies auch gerne zur Schau.
Umso überraschender ist es, festzustellen, dass zwischen den in Schuss gehaltenen Monumenten der Vergangenheit dann doch einige zu finden sind, an denen die Zeit nicht ohne Spuren vorbeigezogen ist. Die Schmalspur-Dampflokomotive Nr. 21 der Arbed beim „Schlassgoart“ hat sich mit ihren stolzen 107 Jahren das Recht, etwas mitgenommen auszusehen, eigentlich verdient. Abblätternder Lack und durchgerostete Außenplatten sind nach einigen Jahren mangelnder Wartung keine Überraschung. Dass mittlerweile fast die gesamte Maschine von diversem Grünzeug bewachsen ist und die ersten kleinen Bäume aus dem Kessel sprießen, lässt dann doch vermuten, dass der Unterhalt der Lokomotive zu wünschen übrig lässt.
Fast scheint es, als ob der grün-rote Stahlkoloss versuche, sich zu tarnen. Auf Nachfrage hin bei der Gemeinde hieß es, dass gegenwärtig keine konkreten Pläne für die Zukunft der Maschine bestünden. Bereits vor geraumer Zeit das Thema Instandsetzung aufgegriffen worden. Bislang aber ohne Ergebnis.
Nicht vor allen neugierigen Blicken jedoch kann sich die No. 21 verstecken. Nicht unähnlich dem von J.K. Rowling in Harry Potter beschriebenen Raum der Wünsche scheint sich die Maschine denen zu öffnen, die sie brauchen. Hinter zugeschweißten Fensterläden offenbart sich neugierigen Beobachtern ein unerwartetes Bild: Zwischen Plastikflaschen und Milchtüten stapeln sich Zeitungen, Energy Drinks und halb verzehrtes Essen.
Stahl und Kissen
Der Boden ist mit alten Kissen ausgelegt, obschon die Kabine kaum groß genug ist, um sich in sie zu setzen, geschweige denn zu legen. Ein Regenschirm wurde zur Gardine befördert. Wie eine Person den scheinbar fest verschlossenen Bereich überhaupt betreten kann und ob sie nur kurz- oder langfristig ein Dach über dem Kopf suchte, ist uns allerdings nicht bekannt.
Unmissverständlich ist jedoch, dass hier Welten aufeinanderprallen. Wo Eisenbahnliebhaber und Denkmalschützer berechtigterweise lamentieren, dass ein Stück Geschichte der Stahlindustrie langsam vor sich hin rottet, bot sich ebendiese scheinbar einer anderen Person als die beste oder einzige Option an, sich vor der gleißenden Sonne und den Gewittern der vergangenen Tage zu schützen. Es bleibt abzuwarten, welche Richtung die Stadt Esch für unter anderem die Zukunft der Nr. 21 einschlagen wird.
Bewegte Geschichte
Während die Maschine Arbed 020T heute einen lethargischen Eindruck macht, offenbart ein Blick auf ihre Geschichte, dass es sich ursprünglich um ein wahres Arbeitstier handelte. Die Schmalspur-Dampflokomotive des Stahlwerkes wurde im Jahr 1911 von Hanomag hergestellt und trug die Arbed-Identifikationsnummer 21. Später wurden die Dampfmaschinen von Elekro- und Dieselzügen abgelöst.
Mehr Informationen: www.rail.lu
Zu Demaart
das ist nicht das einzige Manko in Esch, wir müssen pausenlos mehr Gemeindetaxen bezahlen andere Sachen werden gekürzt oder gestrichen ohne vorherige Bekanntgabe. Sauberkeit in Esch scheint ein Fremdwort zu sein überall liegen Blätter und Abfall herum der Brunnen am Gemeindeplatz sieht aus wie eine Sau Hauptsache ein paar Blumenkübel stehen herum die lenken aber nicht vom Unrat ab, des weiteren sind die Bänke auf dem Gemeindeplatz nur mit arbeitslosen Mitbürgern belegt die von morgens bis Abends dort Party machen, manchmal auch Leute anpöbeln oder sich untereinander zerschlagen, häufig habe ich auch schon unter den Blumenkübeln Einwegspritzen gesehen was natürlich unheimlich zum ach doch so perfektem Stadtbild paßt. Ich hatte noch im Kopf das der neu Bürgermeister mit seiner Truppe alles besser machen wollte, vielleicht habe ich mich auch verlesen, hoffe nur das dieses Sportmuseum in Lallange nicht gebaut wird, dieses Geld könnte man ja ausnahmsweise mal dafür nutzen Esch Uelzecht ein wenig zu säubern, bevor hier Ratten oder anderes Getier herum läuft. Vielleicht fängt man aber erst im Jahr 2021 damit an damit man 2022 protzen kann, so wie damals als die Tour de France nach Esch kam, da konnte man Straßen erneuern. In diesem Sinne ein besorgter Bürger.