Mit der Einweihung von drei neuen Tramstationen führt die Tramlinie nun auch am Theater vorbei entlang der Scheffer-Allee bis zur «Stäreplaz». Die drei neuen Stationen heißen dementsprechend auch «Theater», Faïencerie» und «Stäreplaz/Etoile». Ab 12 Uhr können die Benutzer der Tram an den neuen Stationen ein- und aussteigen.
Die Einbeziehung der place de l’Etoile ins hauptstädtische Tramnetz ist laut Luxtram unter anderem eine Folge der sich stetig erhöhenden Pendleranzahl. Der Knotenpunkt Hamilius wird diesem Ansturm allein nicht mehr Herr. Deshalb werden am Stadtrand weitere Verkehrsknotenpunkte geschaffen, darunter auch auf der «Stäreplaz».
Seit dem 21. Mai fahren die Bahnen auf der zwei Kilometer langen Strecke bereits ihre Testrunden, damit am großen Tag nichts mehr schiefgehen kann. Bisher wurde dann auch kein größeres Problem gemeldet, so ein Mitarbeiter von Luxtram zum Tageblatt. Auf Schildern werden die Fußgänger darüber informiert, dass die Tram nun auch ihre ersten Rollversuche am Limpertsberg macht. Es heißt also: Augen und Ohren offen halten.
Der Bau der Strecke war nicht ganz einfach. Es galt, einige enge Stellen zu passieren. Beim Theater wurde eine Antivibrationsplattform installiert, um die Vibrationen im Schauspielhaus bei der Vorbeifahrt der Straßenbahn zu minimieren. Die place de l’Etoile wird ab dem 16. September eine Verkehrsschnittstelle. Dort können Tram-Passagiere dann nämlich in Busse umsteigen, die sie dann in andere Viertel der Stadt oder ins Umland bringen. Bei der Erweiterung der Tramlinie wurde auch an Fahrradfahrer gedacht: Für sie wurde entlang der Strecke ein Weg angelegt.

Um die drei neuen Haltestellen anzufahren, werden zwei zusätzliche Tramwagen in Betrieb genommen und zehn weitere Tramfahrer eingestellt. Der Personalbestand von Luxtram erhöht sich somit auf 95 Mitarbeiter. 35 davon sind Fahrer.
Anlässlich der Eröffnung der drei neuen Haltestellen sind zahlreiche Ateliers und Animationen für Groß und Klein vorgesehen. Es sind beispielsweise eine Fotostation und mehrere Quiz rund um die Verkehrssicherheit geplant.
Während der «Schueberfouer» vom 23. August bis zum 11. September zirkuliert die Tram nur auf einem Gleis. Aus Sicherheitsgründen fährt sie zwischen den Stationen «Theater» und «Faïencerie» nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde. Zusätzlich werden weitere Trams eingesetzt, damit die Besucher mühelos zum traditionellen Jahrmarkt kommen. Während dieser Periode fahren die Trams zwischen Sonntag und Donnerstag bis 1.30 Uhr sowie Freitag und Samstag bis 2.30 Uhr.
Luxtram hat dann noch eine weitere gute Nachricht für die Reisenden: Bis zum 16. September ist die Nutzung der Straßenbahn zwischen Luxexpo und «Stäreplaz» gratis.
JR, rh

Die «neue» Tram
Die Straßenbahn in Luxemburg-Stadt wurde am 10. Dezember 2017 in Betrieb genommen. Der erste Streckenabschnitt der Tram verbindet die Rote Brücke mit der Luxexpo. Die Strecke umfasst acht Haltestellen mit zwei Umsteigemöglichkeiten. Bei der Roten Brücke kann man so z.B. in die Standseilbahn («funiculaire») steigen, um ins Pfaffenthal zu gelangen. Dort kann man dann den Zug in Richtung Norden oder Hauptbahnhof nehmen. Auf Luxexpo wurde indes ein Busbahnhof eingerichtet.
Bis dato ziehen die Verantwortlichen eine äußerst positive Bilanz – über 17.000 Fahrgäste werden täglich gezählt. Schätzungen gingen zunächst nur von 8.400 Personen aus.
Ohne Oberleitung
Die hauptstädtische Tram funktioniert auf der Teilstrecke zwischen der Roten Brücke und der place de l’Etoile mit der «Biberonnage»-Technik: Extra schnell ladende Batterien in den Tramwagen werden hier bei jedem Halt von unten in wenigen Sekunden aufgeladen. Auch die Bremsenergie wird zum Aufladen der Akkus benutzt. Auf diese Weise kann die Straßenbahn auch ohne ständige Stromzufuhr über die Oberleitung bis zur nächsten Station gelangen.
Zu Demaart
Lieber Herr Schildbürger, Ich bin fest überzeugt, dass wir bewundert werden. Wir haben mehrere Triple A's. Auch haben wir oberleitunglose Strecken um unsere schönen Fassaden zu zeigen. Sie vergassen leider, dass unsere geliebte Landsfürstin noch mehrere Jahre keinen Tram zu Gesicht bekam. Dies waren die Jahre, wo sie unter entbehrungsreichen Bedingungen in Amerika lebte, um den Widerstand gegen die Deutschen aufzubauen. Hochachtungsvoll Margot
Lieber Herr oder Frau Marg, ich wage es zu bezweifeln, dass unsere Nachbarn viel Bewunderung aufbringen für etwas, was es bei ihnen in mannigfacher Ausführung bereits seit Jahrzehnten gibt. Höchstens ¨*Ver*wunderung, dass man hier solange gebraucht hat, um Sinn und Zweck der Wiedereinführung einzusehen. Und die "geliebte Landesmutter" (ich nehme an, Sie meinen Grossherzogin Charlotte) konnte während praktisch ihrer ganzen Amtszeit (vorbehaltlich die letzten zwei Monate) alltäglich die Tram bewundern...
Wunderbar, Unsere Nachbaren werden uns bewundern. Hätte unsere geliebte Landesmutter nur das noch erleben können.