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Schaufelt die EU «das Grab des Internets»? Kontroverse Abstimmung steht heute an

Schaufelt die EU «das Grab des Internets»?  Kontroverse Abstimmung steht heute an

Das EU-Parlament will heute über seine Position zur umstrittenen Reform des Urheberrechts abstimmen. Im Kern dreht sich die öffentliche Debatte um zwei Punkte: ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage sowie Uploadfilter für Online-Dienste wie YouTube.

Das EU-Parlament will am Donnerstag über seine Position zur umstrittenen Reform des Urheberrechts abstimmen. Im Kern dreht sich die öffentliche Debatte um zwei Punkte: ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage sowie Uploadfilter für Online-Dienste wie YouTube.

Das Leistungsschutzrecht sieht vor, dass Plattformen wie Google nicht mehr ohne Erlaubnis Überschriften oder kurze Ausschnitte von Pressetexten in ihren Ergebnissen anzeigen dürfen. Vertreter von Verlagen warnen eindringlich vor einem Scheitern der Initiative. Sie fürchten ansonsten einen Werteverlust bei journalistischen Inhalten.

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fluppes
5. Juli 2018 - 21.04

In Deutschlang gibt es eine gewaltige Abmahninndustrie. Da leben Anwälte in saus und braus. Sie haben sich auf das Abmahnen und Abzocken von so genannten Raubkopierern spezialisiert. Andere auf die Verteidigung... Wer nur einmal versucht, eine gewisse Datei in einer Tauschbörse zu kopieren, der riskiert teuer abgemahnt zu werden, auch wenn er die Datei nicht einmal fertig lädt und somit nur Datenmüll auf seiner Festplatte hatte. Es geht vor allem aber um das gleichzeitige Hochladen von Datenpaketen, so funktionieren diese Tauschbörsen nun mal. Es ist nicht unüblich, dass Schadenersatzforderungen und Anwaltskosten in Höhe von etwa 1500 Euro pro Datei gefordert werden. Für ein kleines Vergehen von vielleicht ein paar Sekunden. Dies ist einfach unhaltbar und es kann nicht sein, dass weiterhin massenhaft Menschen mit derart hohen Summen abgemahnt werden. Sicher sollte niemand einem anderen etwas stehlen, aber in Deutschland herrscht Narrenfreiheit für Abmahner und Inkassounternehmen. Tut mir leid dies zu sagen, aber ja, viele Anbieter haben den Anschluss nicht nur an die digitale Entwicklung im Netz verpasst, sondern versuchen jetzt vehement über den Weg der Abmahnungen kräftig Geld zu verdienen.

Alvin Sold
5. Juli 2018 - 20.47

Leser Marx bringt es auf den Punkt!

L.Marx
5. Juli 2018 - 20.32

Hä? Was hat das denn mit analog und digital zu tun. Hinter jedem Inhalt steht ein (mehr oder weniger) kreativer Kopf. Egal auf welchem Weg der Inhalt nun verbreitet wird. Gehören Sie auch zu den Tausenden von Netzaktivisten die mit dramatischen Wortspitzen warnen und dabei (wissentlich) freies Internet mit kostenlosem Internet(inhalt). Die Antwort, wer die kostenlosen Inhalte liefern soll bleiben diese Aktivisten natürlich schuldig. Mit dem zweiten Punkt haben Sie leider teilweise Recht. Das liegt aber nicht daran dass die Gesetze krachend gescheitert sind, das liegt daran, dass es keine Sanktionen gibt (wie bei so vielen Gesetzen). Selbst in öffentlichen Verwaltungen nimmt man es beim Zusammenstellen von Pressespiegeln mit den Autorenrechte nicht immer ganz so Ernst.

Paul S.
5. Juli 2018 - 16.18

Mal wieder sind es die analogen Spieler die die digitale Welt nicht verstehen. Statt ihr Geschäftsmodell aus Zeiten von Kassetten, CDs und gedruckten Zeitungen anzupassen, heulen sie sich an der Schulter der lobbyhörigen EU Kommission aus. Dies ist mal wieder ein plumper Versuch unliebsame Gesetzte die auf Länderebene krachend gescheitert sind über EU Recht durchzuboxen. Äußerst beschämend!

L.Marx
5. Juli 2018 - 11.37

Dass es zu dem Thema hier keine kontroverse Debatte gibt sagt eigentlich alles ... Dabei ist die pauschale Aussage in der Fragestellung des Titels geradezu eine Herausforderung. Es geht doch nicht um das Internet als solches, es geht schlicht und einfach um den Klau von Inhalten die dann kostenlos angeboten werden. Eigentlich sollte das niemand als "normal" empfinden.