Donnerstag15. Januar 2026

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Eine Europäische Grundschule in Wintger?

Eine Europäische Grundschule in Wintger?

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Von unserem Korrespondenten Bernard Pfeiffer (Text und Fotos)

In Abwesenheit von Bürgermeister Marcel Thommes leitete der Erste Schöffe Alex Thillens die Gemeinderatssitzung in Wintger. Neben Routineangelegenheiten wurde auch über die zukünftige Europaschule in Clerf und die Verkehrssituation an zwei gefährlichen Kreuzungen gesprochen.

Wenn das neue Clerfer Lycée Edward Steichen im September seinen Schulbetrieb aufnimmt, wird auch eine Europaschule innerhalb des Lyzeums ihre Türen öffnen. Direktor Jean Billa stellte im Rahmen der Gemeinderatssitzung das Projekt Europaschule näher vor.
Neben den üblichen Orientierungen «classique», «général» und «préparatoire» werden zwei Oberstufen der Europaschule angeboten. Eine wird den Schwerpunkt Deutsch und Englisch haben, die andere Französisch und Englisch, wobei die jeweils dritte Sprache sowie das Luxemburgische ebenfalls auf dem Lehrplan stehen werden.

Wie Jean Billa erklärte, muss eine Europaschule, um die Akkreditierung zu erhalten, ebenfalls über eine Grundschule verfügen. Da in Clerf der Ausbau des Lyzeums schon geplant ist, bleibt dort kein Raum mehr für eine Grundschule. In Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium wendet sich der Direktor deshalb an die dem Sicler angegliederten Gemeinden des Kantons Clerf.

Eine Europaschule im Lycée Edward Steichen

In der Tat befassen sich zurzeit mehrere Kommunen und Gemeindesyndikate mit dem Ausbau ihrer schulischen Einrichtungen. So auch die Gemeinde Wintger, wo die Planungsphase für einen Schulneubau so gut wie abgeschlossen ist.

Vorgesehen ist, die Europäische Primarschule an eine der geplanten neuen Grundschulen anzugliedern. Bauträger wäre die Gemeinde und der Staat würde die Räumlichkeiten langfristig anmieten. Der gesamte Schulbetrieb stünde aber unter der Direktion des Clerfer Lyzeums, wobei die Unkosten der Gemeinde für den Unterhalt der Gebäude und die Integration der Europaschüler in bestehende Ganztageseinrichtungen ebenfalls integral vom Staat übernommen würden.

Wenn auch noch viele Detailfragen zu klären sind, so steht der Wintger Gemeinderat einem solchen Projekt durchaus positiv gegenüber. Vor allem den positiven Beitrag zur Integration von Nicht-Luxemburgern hoben mehrere Räte hervor. Wie nun alles praktisch weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Die Grundstimmung in Wintger und, laut Billa, auch in anderen Gemeinden des Kantons ist jedenfalls positiv.

Schwierige Verkehrssituation

Schon seit Jahren versuchen die Gemeindeverantwortlichen, den Bau von zwei Kreisverkehren an gefährlichen Kreuzungen auf ihrem Gebiet voranzutreiben. Nach einer Unterredung mit dem Leiter der Clerfer Straßenbau-Verwaltung wird die Gemeinde in einem Dokument genauer auf die aktuelle Situation eingehen.

Durch die Erweiterung der Gewerbezone in Lentzweiler und den Bau der Transversale zwischen der N7 und der N18 Richtung Antoniushof wird das Verkehrsaufkommen dort weiter zunehmen. Die Kreuzung in Lentzweiler ist unübersichtlich und regelmäßig der Schauplatz von Unfällen. Im Sommer und Herbst wird die Sicht auch noch oft durch den Anbau von Mais oder Raps auf den anliegenden Ackerflächen eingeschränkt.

Bei der zweiten gefährlichen Kreuzung auf der Féitsch bei Allerborn kommt als weiterer Gefahrenpunkt eine viel besuchte Tankstelle hinzu. Hier könnte ein Kreisverkehr Abhilfe schaffe. Die Gemeinde verfügt dort auch über die nötigen Grundstücke, um eine Neugestaltung der Kreuzung zu ermöglichen. Einstimmig beschlossen die Räte, eine entsprechende Anfrage auf den Instanzenweg zu bringen.