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Galgenberg: Betreten nur auf eigene Gefahr

Galgenberg: Betreten nur auf eigene Gefahr

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Stürme setzen den Wäldern arg zu. "Eleanor" war da keine Ausnahme. In Esch stürzten durch den starken Wind und den aufgeweichten Boden mehrere Bäume um, andere knickten um. Die Aufräumarbeiten dauern noch bis Anfang nächster Woche.

Der Galgenberg in Esch/Alzette ist ein beliebtes Ausflugsziel weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Jogger, Familien mit Kindern und andere Müßiggänger sind regelmäßig hier unterwegs. Aber am Donnerstag war das anders. Keine Seele war zu sehen. Lediglich einige Handwerker befanden sich im Areal des «Déierepark», um Arbeiten auszuführen. Der Grund für die Leere: die Nässe und der Wind. Letzterer war auch dafür verantwortlich, dass der lokale Förster Pol Zimmermann eine Warnung herausgab. Die Wälder dürfen betreten werden, aber nur auf eigene Verantwortung. «Eleanor» hatte nämlich etliche Bäume entwurzelt oder umgeknickt, die jetzt auf den Wegen lagen.

Erholungsgebiet

Das größte Naherholungsgebiet der Minettemetropole liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Der 1910 eingeweihte «Gaalgebierg» bietet alles, was Groß und Klein sich von einem ausgedehnten Park erwarten. Der Besucher findet hier u.a. Blumengärten, Wiesen, französische Gärten …
Außerdem bietet das Areal zahlreiche Freizeitbeschäftigungen wie Wander- oder Joggingwege, Boulespiel-Flächen, Spielplätze sowie Fußball-, Tennis-, und Basketballplätze. Aber auch ein Fitnessweg, ein Campingplatz, ein Luxushotel, ein Fußballstadion, die offene Schlittschuhbahn und viele andere Attraktionen befinden sich auf dem Gelände. Beliebt ist ebenfalls der etwa zwei Hektar große Tierpark, der 150 Tiere, 25 Tierarten, zwei Spielplätze und mehrere Entspannungsbereiche beherbergt. Regelmäßig finden zudem große Kultur- und Sportevents im Stadtpark statt.

In Esch gibt es insgesamt 42 Kilometer Wanderwege. Betroffen sind aber vor allem jene rund um den Galgenberg, zwischen Esch und dem Kayler «Poteau» sowie einige Waldpartien zwischen Esch/Alzette und Rümelingen, erklärte Zimmermann.

Forstarbeiter räumen schon seit Mittwoch auf

Schon am Mittwoch hätten zehn Waldarbeiter des Forstamtes und einer privaten Firma damit begonnen, die neuralgischen Stellen – z.B. im Burgronn, wo sich das Tierasyl befindet – freizuräumen. Gestern wurden die Arbeiten fortgesetzt. Ziel sei es, bis Montag die Wege wieder zugänglich zu machen, so der Förster. Der Radweg in Richtung Rümelingen war ebenfalls zeitweise nicht befahrbar und musste von umgestürzten Bäumen freigeräumt werden. Der Förster erklärte zudem, dass quasi nur Nadelhölzer dem Sturm zum Opfer gefallen seien. Der Schaden halte sich aber in Grenzen. Es seien keine ganzen Bestände «umgefallen», beruhigte Zimmermann.

Die Aufräumarbeiten würden sich schwierig gestalten, so der Förster, u.a. durch den starken Wind, der gestern immer noch blies, und den Regen, der den Boden aufweicht. Dadurch bestehe eine höhere Umsturzgefahr für die Nadelhölzer, die keine so tiefen Wurzeln haben. Zimmermann hofft dann auch, dass sich das Wetter beruhigt. Ein weiterer Sturm könnte nämlich nicht so glimpflich verlaufen.