Donnerstag22. Januar 2026

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«Touring Association Luxembourg“ will klagen

«Touring Association Luxembourg“ will klagen

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Die 2015 gegründete «Touring Association Luxembourg» (TAL) setzt sich für die Belange der Autofahrer, die Mobilität und den Motorsport ein. Jetzt will sie klagen.

Die Vereinigung will sich mit der Aktion «Dieselgate» Gehör verschaffen. In Zusammenhang mit dem Dieselskandal in der Autoindustrie kritisiert die TAL die Laxheit der Autoritäten, der Justiz und der Unternehmen. Sie erinnert daran, dass alleine hierzulande mehr als 34.000 Diesel der VAG-Gruppe (Volkswagen AG) manipuliert wurden. Die Kunden würden über den Tisch gezogen und nichts sei bisher passiert, ärgert sich TAL-Präsident Pascal Berchem. Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, hat die TAL Anfang August eine Facebook-Gruppe mit dem Namen «Dieselgate.lu» ins Leben gerufen. Inzwischen sind über 1.400 Personen Mitglied der Gruppe.

Es geht um Gerechtigkeit

Die Aktion «Dieselgate», die nur einige Tage später gestartet wurde, hat zum Ziel, die für den Dieselskandal verantwortlichen Personen zur Rechenschaft zu ziehen. So haben sich bereits mehr als 100 geschädigte Autobesitzer auf einer Liste von potenziellen Klägern eingetragen. Diese soll auf strafrechtlicher Ebene erfolgen. Ein Mitglied der Vereinigung wird gegen unbekannt klagen. Warum «unbekannt»? Weil man die Zwischenhändler und Autoverkäufer schützen will.

Sie seien ebenfalls Opfer der Machenschaften des Autoherstellers, so Berchem. Aus den Dokumenten soll aber klar hervorgehen, dass die VAG-Gruppe visiert ist. Um der Prozedur mehr Gewicht zu verleihen, ist geplant, via www.dieselgate.lu mindestens 1.000 nachweislich vom Skandal betroffene VAG-Kunden zu mobilisieren. Diese sollen dann beim Strafprozess als Nebenkläger auftreten.

Es gehe um Gerechtigkeit und nicht nur darum, Entschädigungen einzufordern, so Berchem. Laut TAL habe die Automobilindustrie es aus puren Kostengründen vorgezogen, die Dieselmotoren zu manipulieren, anstatt die umweltfreundliche Technologie mit einem speziellen Katalysator und Adblue in die Fahrzeuge zu integrieren. Die Vereinigung hat außerdem eine Petition (Nummer 852) beim Parlament eingereicht, in der sie die Einführung eines kollektiven Rekurses, zum Beispiel von geschädigten Kunden, fordert.