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Britische Wirtschaft schwächelt

Britische Wirtschaft schwächelt

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Die britische Wirtschaft schwächelt weiter. Das zeigen am Freitag veröffentlichte Konjunkturdaten. Die Industriebetriebe drosselten ihre Produktion im Mai überraschend um 0,2 Prozent, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Ökonomen hingegen hatten mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet.

Allein die Herstellung von Fahrzeugen sank um 4,4 Prozent und damit so stark wie seit Februar 2016 nicht. Auch beim breiter gefassten Produzierenden Gewerbe gab es ein überraschendes Minus von 0,1 Prozent. Zugleich kamen enttäuschende Daten vom Außenhandel: Das Handelsdefizit weitete sich stärker aus als erwartet – auf umgerechnet rund 15,33 Milliarden Euro.

Steigende Inflation

Die britische Wirtschaft hatte das Brexit-Votum von Mitte 2016 zum EU-Austritt zunächst vergleichsweise gut weggesteckt. Die steigende Inflation dämpft nun allerdings die Kauflaune der Briten. Im ersten Quartal hatte die gesamte Wirtschaft spürbar an Fahrt verloren und war nur um 0,2 Prozent gewachsen. «Hier zeichnet sich immer mehr ein Muster ab, das signalisiert: Die Wirtschaft büßt deutlich an Schwung ein», sagte Commerzbank-Experte Peter Dixon.

Das Forschungsinstitut NIESR geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im abgelaufenen zweiten Quartal wohl nur um 0,3 Prozent gestiegen ist. «Wachstum bei den Dienstleistern hat den Rückgang bei der Industrieproduktion wettgemacht», sagte NIESR-Expertin Rebecca Piggott. Im Vergleich zum Vorjahr bleibe die Entwicklung allerdings schwach.