Bei gutem Wetter, aber wechselnden Wind-Bedingungen, musste Gilles Seywert morgens als erster vor die Scheiben. Unter 75 Teilnehmern war das Ziel die Top 64, gleichbedeutend mit dem Einzug in die K.-o.-Runde.
Nach der ersten Runde fand sich Seywert auf dem 28. Platz mit 346 Ringen wieder, 10 Ringe hinter dem erstplatzierten Martin Damsbo aus Dänemark. In der 2. Runde schoss Seywert 333 Ringe, verlor ein paar Plätze und musste sich nach Qualifikations-Ende mit Rang 41 zufriedengeben.
Die Qualifikation war aber dennoch überstanden; der erste Gegner heute morgen wird Pietro Greco (Italien) sein, der als 24. der Qualifikation lediglich sieben Ringe mehr (686) auf seinem Konto verbuchen konnte. „Mein erster Durchgang begann mit nur 54 Ringen, doch dann schoss ich ein paar 58er nach, womit ich nach der ersten Runde gar nicht mal so schlecht lag. Der Wind drehte sich manchmal schlagartig, um 180 Grad, aber jeder hatte die gleichen Bedingungen. Der zweite Durchgang war mit 333 Ringen nicht berauschend, doch morgen werden wir sehen, wie das mit den Set-Systemen funktioniert“, so Gilles Seywert.
Am Nachmittag ließ der Wind nicht nach, für die Recurve-Qualifikation mit Jeff Henckels – bei dem es durchweg gut lief. Nach dem ersten Durchgang lag der amtierende Landesmeister mit 319 Ringen auf dem 15. Platz. Der Führende, Baljinima Tsyrempilov aus Russland, hatte nur 13 Ringe mehr auf seinem Konto. Im zweiten Durchgang trotzte Jeff Henckels dem Wind und schoss erneut 319 Zähler. Im Gesamtklassement bedeuteten dies 638 Ringe und eine Verbesserung um einen Platz auf 14. „Der Nachmittag wurde vom Wind beherrscht, dennoch lief es bei mir gar nicht so schlecht“, so Henckels: „Es freut mich echt, dass ich mal wieder vorne mitschießen kann. Was morgen wird, weiß aber noch keiner.“ Heute trifft der Luxemburger in der ersten K.-o.-Runde auf den Griechen Stefanos Tsernezis, der als 51. der Qualifikation auf 598 Ringe kam.
Set-System
Die Entscheidungsrunden werden bei diesem EM-Turnier nach dem Set-System geschossen. D.h. quasi in Sätzen, wie in Ball-Sportarten.
In jedem Duell schießt jeder Schütze sechs Pfeile ab; der mit sechs Pfeilen am meisten Ringe erzielt hat, bekommt 2 Punkte, bei Gleichstand jeder 1, sonst keinen. Der Schütze, der als erster 4 Punkte erreicht hat, gewinnt. „Ich persönlich finde dieses System besser, denn so kann man auch mit weniger Zählern eine Runde für sich entscheiden“, erklärt beispielsweise Gilles Seywert.
CK
Zu Demaart
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