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BASKETBALL - 1. Meisterschaftsfinale: die Trainer Doug Marty (Sparta) und Jan Enjebo (T71) im Gespräch

In den Finalspielen des Final Four um den Titel kommt es zum Remake des Pokalfinales zwischen T71 Düdelingen und Sparta Bartringen. Beide Trainer freuen sich aus unterschiedlichen Gründen auf dieses wiederholte Zusammentreffen.

Marc Schneider

„Nach der Pokalniederlage waren meine Spieler mehrere Tage recht frustriert. Sie wussten, dass sie ihr Leistungsvermögen nicht abgerufen hatten. Dieser Rückschlag schmerzt noch immer. Nun besteht die Chance zur Revanche“, so der Düdelinger Coach Jan Enjebo, der sich über die Motivation seiner Spieler keine Sorgen zu machen braucht.

Ähnlich, wenngleich auch aus anderen Beweggründen, verhält es sich im Bartringer Lager. „Für viele war unser Pokalsieg eine Überraschung. Dass dieser Erfolg aber keine Eintagsfliege war und die Trophäe verdient gewonnen wurde, wollen wir durch unser Auftreten bei den anstehenden Finalspielen zeigen. Meine Jungs sind jedenfalls heiß auf die kommenden Begegnungen“, beschreibt der Bartringer Coach Doug Marty die augenblickliche Verfassung seiner Truppe.

Für beide Trainer sind die zukünftigen Spiele aber nicht unbedingt mit einem Pokalfight zu vergleichen: „Im Meisterschaftsfinale muss man sich auf eine Serie einstellen und zudem ist ein Sieg nicht gleichbedeutend mit dem Titelgewinn. Hat man beim ersten Aufeinandertreffen einen schlechten Tag erwischt, kann man sich anschließend noch rehabilitieren.“

Verteidigung:Schlüssel zum Erfolg

Wie immer beim Zweikampf dieser beiden Mannschaften wird die Verteidigung der Schlüssel zum Erfolg sein. „Gegen Ettelbrück haben wir diszipliniert im Defense-Bereich gearbeitet und für das Team hat jeder aufopferungsvoll gekämpft. Dies gilt es gegen den T71 zu wiederholen. Allerdings verfügen die Düdelinger über derart viele Kanoniere, sodass eine konzentrierte Leistung über 40′ vonnöten sein wird. Kleine Durchhänger können wir uns nicht erlauben“, so die Marschroute von Marty.

Auch Enjebo betont die Wichtigkeit der defensiven Einstellung: „Die Bartringer haben sich in den letzten Spielen im Rebound erheblich gesteigert. Zudem verlassen sie sich nicht nur auf die Treffsicherheit von außen, sondern versuchen verstärkt durch Penetration zum Erfolg zu kommen. Zudem gilt es, den ‚Drive‘ von Patrick Arbaut und Julien Hublart zu unterbinden. Konsequente Defensive ist das Schlüsselelement zum Erfolg.“

Eine Neuerung bringt diese Partie allerdings für den T71. Bis dato hat man noch nie in der neuen Halle der Sparta gespielt und dies könnte ein kleiner Vorteil für die Hausherren sein. Enjebo sieht dem allerdings gelassen entgegen: „Wir können uns eine Stunde lang einspielen. Das dürfte reichen, sich mit der Halle vertraut zu machen. Mehr Respekt habe ich da schon vor den Bartringer Fans, die ihre Mannschaft nach vorne treiben werden.“

Auch Marty sieht die heimische Spielstätte nicht als Pluspunkt für seine Mannschaft: „Es ist ja nicht so, dass wir bislang alle Begegnungen in ‚Neu-Atert‘ gewonnen hätten. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass die gegnerischen Teams bei uns aus allen Lagen trafen.“

Eine umkämpfte Partie steht in Durchgang eins am Sonntag ins Haus, bei der beide Finalisten in Bestbesetzung antreten können. In den zwei Lagern laborieren einige Spieler aber noch an Verletzungen. „Patrick Arbaut konnte vergangene Woche nicht wie geplant trainieren und Tom Wagner beklagt sich etwas über Rückenschmerzen. Beide sind aber Fighter und ihrem Einsatz steht nichts im Weg“, so ein zuversichtlicher Sparta-Coach. Sein Gegenüber vom T71 kann ebenfalls aus dem Vollen schöpfen: „Martin Rajniak ist nach seiner Verletzung wieder bei 100 Prozent. Frank Muller wird nach der Saison eine längere Pause nötig haben, aber für die nächsten Termine ist alles im Lot.“

Wer ist denn Favorit? „Trotz unseres Pokalerfolges sehe ich uns nicht als Favorit. Düdelingen verfügt wie wir über viel Talent in der Mannschaft, hat allerdings auch mehr erfahrenere Spieler. Wenn wir aber wie beim zweiten Spiel in Ettelbrück kompakt und als Mannschaft auftreten, sind wir sicherlich nicht chancenlos. Zudem fühlen wir uns in der Rolle des Außenseiters sehr wohl“, äußert sich Doug Marty. Bei Jan Enjebo ist durch das Missgeschick im Pokal ebenfalls Vorsicht angesagt: „Einen klaren Favoriten sehe ich nicht. Sparta hat in den letzten Spielen in den entscheidenden Momenten ihr ganzes Können abgerufen und ist entsprechend ernst zu nehmen. Wir müssen daher nur auf uns schauen. Unsere Systeme durchspielen, agieren statt reagieren und von Beginn an aggressiv auftreten wird unsere Devise sein. Nur so können wir belohnt werden.“ 

Programm

Herren-Finale:
Spiel 1: So., 30. Mai, 17.00:
Bartringen – Düdelingen

Spiel 2: Fr., 4. Juni, 20.15:
Düdelingen – Bartringen

Evt. Entscheidungsspiel: So., 6. Juni, 20.15:
Düdelingen – Bartringen

Damen-Finale:
Spiel 1: So., 30. Mai, 18.00:
Esch – Musel Pikes

Spiel 2: Sa., 5. Juni, 20.00:
Musel Pikes – Esch

Evt. Entscheidungsspiel: So., 6. Juni, 17.00:
Musel Pikes – Esch