Greipel ließ auf dem 18. Teilstück über 140 km von Levico Terme nach Brescia der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und fuhr seinen zwölften Saisonsieg ein. Der Columbia-Fahrer siegte vor dem Neuseeländer Julian Dean und dem Italiener Tiziano Dall’Antonia. In der Gesamtwertung gab es auf der 18. Etappe keine Änderungen. Vor den entscheidenden Bergetappen liegt der Spanier David Arroyo als Träger des Rosa Trikot weiter 2:27 Minuten vor dem Italiener Ivan Basso, dem Gesamtsieger von 2006. Richie Porte (Australien/Saxo Bank) ist Dritter des Gesamtklassements mit einem Rückstand von 2:44 Minuten.
Laurent Didier kam gestern im Hauptfeld als 78. ins Ziel und ist in der Gesamtwertung 34. auf 49.00 Minuten. Auf der Fahrt durch die Lombardei hatten die Sprinterteams wieder ganze Arbeit geleistet. 1,9 Kilometer vor dem Ziel wurde der Ausreißversuch der beiden „Flüchtlinge“ Alan Marangoni (Italien) Olivier Kaisen (Belgien) vereitelt. Das Duo war nach 20 km ausgerissen.
Für Didier war es wieder „ein guter Tag, nachdem ich am Mittwoch vor allem am Anfang viel gearbeitet hatte.“ Der Dippacher blieb die ganze Zeit über bei seinem Teamkollegen Richie Porte und hatte Zeit, sich die Besonderheiten des Giro genauer anzusehen: „In einem der dunklen Tunnel, durch die wir gefahren sind, waren Fackeln aufgestellt. Ich kam mir vor wie beim ‚Fakellaf‘.“
Überhaupt schonten die Favoriten auf die Gesamtwertung ihre Kräfte, denn heute sind wieder die Bergspezialisten am Zug. Auf der 19. Etappe über 195 km von Brescia nach Aprica sind zwei Berge der ersten und einer der zweiten Kategorie zu meistern. Zum Schluss wartet dann noch der 14 km lange Schlussanstieg auf das Peloton. Danach folgen am Wochenende noch eine weitere schwere Bergetappe und ein Einzelzeitfahren in Verona.
Laurent Didier hat die Belastungen seiner ersten großen Rundfahrt aber bisher ganz gut weggesteckt („Im Moment geht es ganz gut“), aber das dicke Ende kommt womöglich erst: „Ich schaue von Tag zu Tag, aber Liquigas wird mit Ivan Basso bestimmt alles versuchen. Für uns geht es darum, Richie Porte zu helfen. Wenn er nicht einbricht, dann bin ich mir sicher, dass er ein gutes Klassement erreichen wird.“ sid/khe
Radsport in Zahlen
93. Giro d’Italia, 18. Etappe über 140 km von Levico Terme nach Brescia: 1. Andre Greipel (Deutschland/HTC-Columbia) 3:14:59 Stunden, 2. Julian Dean (Neuseeland/Garmin), 3. Tiziano Dall’Antonia (Italien/Liquigas), 4. Greg Henderson (Neuseeland/Team Sky), 5. Danilo Hondo (Deutschland/Lampre), 6. Graeme Brown (Australien/Rabobank), 7. Sebastian Haedo (Argentinien/Saxo-Bank), 8. Michiel Elijzen (Niederlande/Omega Pharma-Lotto), 9. Fabio Sabatini (Italien/Liquigas), 10. William Bonnet (Frankreich/Bouygues Telecom), … 78. Laurent Didier (Luxemburg/Saxo Bank) alle gleiche Zeit
Gesamtwertung: 1. David Arroyo (Spanien/Caisse d’Epargne 76:26:37 Stunden, 2. Ivan Basso (Italien/Liquigas) 2:27 Minuten zurück, 3. Richie Porte (Australien/Saxo Bank) 2: 44, 4. Cadel Evans (Australien/BMC) 3:09, 5. Carlos Sastre (Spanien/Cervelo) 4:41, 6. Vincenzo Nibali (Italien/Liquigas) 4:53, 7. Alexander Winokurow (Kasachstan/Astana) 5:12, 8. Michele Scarponi (Italien/Androni) 5: 24, 9. Damiano Cunego (Italien/Lampre) 9:21, 10. Robert Kiserlovski (Kroatien/Liquigas) 9:32, … 34. Didier 49:00
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