Dienstag13. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Dirk Bockel 5. nach packender Auseinandersetzung

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Ironman 70.3 Austria in St. Pölten

TRIATHLON – Nachdem Dirk Bockel sein Glück bisher bei den Rennen über die langen Distanzen in Übersee suchte und sich vor allem in den USA bei den Ironman 70.3 (Halbironman) in nur einer Saison einen Namen machen konnte (u.a. Sieg in Florida) startete der Athlet des CAE Grevenmacher gestern erstmals bei einem Rennen dieser Serie in Europa.

Eine weitaus schwierigere Aufgabe als erwartet, denn im Gegensatz zu den flachen Rennen in Amerika setzte der Ironman 70.3 Austria mit seinem giftigen Anstiegen ganz andere Herausforderungen an die Teilnehmer: „Das war von vorne bis hinten deutlich schwerer als in den States. Aber das wusste ich im Voraus und auch, dass das Feld top besetzt sein würde“, erklärt Dirk Bockel.

Vor allem aber hatte das Rennen ein sehr hohes Niveau zu bieten, mit u.a. dem Hawaii-Sieger und Titelverteidiger Chris McCormack (AUS), nebst den Siegern von 2008, Massimo Cigana (ITA), und 2007, Michael Göhner (GER), Weltmeister (70.3) Andreas Raelert (GER), sowie Marino Vanhoenacker (BEL), Michi Weiss (einziger AUT-Ironmansieger) und eben Dirk Bockel.Als erste Prüfung standen 1,9 km Schwimmen an, dies in nur einer Runde, aber in zwei verschiedenen Seen. Vom Viehofener See und 200 m Landgang ging es schnurstracks zum Ratzerdorfer See über. Nach 23’42» stieg Csaba Kuttor (HUN) als Erster aus dem 18° C kalten Wasser, nur 2» dahinter Dirk Bockel. Der Luxemburger erwischte allerdings den schnelleren Wechsel und stieg als Führender auf die 90 km lange Radstrecke über: „Es war brutal, ich fuhr während 55 km ganz allein vorneweg, bevor plötzlich eine Gruppe von drei Fahrern wie aus dem Nichts von hinten an mir vorbeizog.“ Diese Gruppe mit Filip Ospaly (HUN), Vanhoenacker, McCormack und Bockel harmonierte aber nicht gut, obschon es immer wieder Ausreißversuche gab (Ospaly und McCormack bei Kilometer 60). Das Tempo war allerdings zu langsam, so dass sich in der Folge noch Jonas Djurback (SWE), Weiss, Cigana und Raelert der Spitzengruppe anschließen konnten. Erst auf den letzten Kilometern konnte sich Vanhoenacker einen kleinen Vorteil herausfahren, der Sieger des Ironman Austria (volle Distanz) der letzen vier Jahre (2006-2009) nahm den Halbmarathon mit 40“ Vorsprung in Angriff.

Nur reichte der nicht aus, denn relativ schnell wurde der Belgier von den besseren Läufern Ospaly und McCormack eingefangen. Im Finish hatte der Mann aus Brno den längeren Atem und entthronte Titelverteidiger McCormack mit einem neuen Streckenrekord.

Dirk Bockel überquerte die Ziellinie auf dem fünften Platz: „Ich wäre zwar bei meinem ersten europäischen 70.3 gerne aufs Podium gelaufen, im Endeffekt bin ich aber mit dem Resultat zufrieden. Es ist keine Schande, wenn man gegen den Europameister und den Weltmeister verliert. Ich habe 100 Prozent gegeben und ich muss damit zufrieden sein. Im Schwimmen und auf dem Rad lief zunächst alles wie geplant, auch mein Laufen war gar nicht schlecht. Als Fünfter blieb ich immerhin noch dreieinhalb Minuten unter dem bisherigen Rekord. Jetzt ist die erste Phase des Jahres abgeschlossen. Vorerst gönne ich mir eine kleine Pause, wo ich auch in Luxemburg sein werde. Dann aber laufen die Vorbereitungen für die zweite Phase an, mit dem Hauptziel Ironman Hawaii.“

MB

Die Resultate

Männer: 1. Filip Ospaly (HUN) 3.46’02», 2. Chris McCormack (AUS) 3.47’01», 3. Andreas Raelert (GER) 3.47’29», 4. Marino Vanhoenacker (BEL) 3.49’19», 5. Dirk Bockel (LUX) 3.51’29», 6. Michael Weiss (AUT) 3.51’53», 7. Massimo Cigana (ITA) 3.52’40», 8. Jonas Djurback (SWE) 3.55’46», 9. Teemu Toivan (FIN) 4.01’28», 10. Peter Schoissengeier (A) 3.51’29»