Sonntag11. Januar 2026

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Es türmt gewaltig

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Zu den bereits existierenden Türmen auf Kirchberg werden in den nächsten Jahren wohl noch zwei hinzukommen. Das Nachhaltigkeitsministerium wird in den ältesten Turm, das „Héichhaus“, ziehen. Das ging am Donnerstag aus der Pressekonferenz des „Fonds Kirchberg“ hervor.

Claude Molinaro

In den vergangenen sechs Jahren habe sich schon einiges verändert, sagte der Minister für nachhaltige Entwicklung, Claude Wiseler.

Als Beispiel nannte er das Pei-Museum und die Philharmonie. Im vorigen Jahr sei unter anderem die Verbreiterung der Avenue Kennedy nahe der Kreuzung Bricherhof fertiggestellt worden. Auch die weitere Entwicklung sieht der Minister positiv.

Dazu zählt unter anderem der Umbau der Luxexpo. Dadurch dass der Bau der Zugstrecke zwischen Kirchberg und dem Findel verschoben werde, brauche man im Moment auch keinen Bahnhof dort, was wiederum die Arbeit an der dortigen Baustelle erleichtere.

Unter der Luxexpo werden unterirdische Parkplätze angelegt. Diese würden auch nötig sein, wenn 2014 die Nordstraße (voraussichtlich) fertiggestellt sein wird.

Europäische Projekte

Die Erweiterungen der europäischen Institutionen werden wohl zu den Hauptprojekten der kommenden Jahre zählen. Der Architekt des Europäischen Gerichtshofes, Dominique Perrault, hat dieses Jahr Pläne für einen weiteren Turm neben den beiden existierenden vorgestellt.

In die obersten Stockwerke des ältesten Turms, des „Héichhaus“, zieht nach der Fertigstellung das Ministerium für Nachhaltige Entwicklung ein.
Damit „türmt“ es noch nicht genug auf dem Kirchberg: Auch die Europäische Kommission plant den Bau eines Turmes, als Komponente ihres neuesten Gebäudekomplexes.

Der Abriss des aktuellen „Bâtiment Monnet“ ist seit längerem beschlossen. Vorher wird ein neuer Komplex gebaut, das Projekt „Jean Monnet 2“ mit einer Fläche von insgesamt 120.000 m2. Noch in diesem Jahr wird ein Architektenwettbewerb für dieses Projekt stattfinden. Der Bau wird in zwei Phasen stattfinden. Der Abschluss der Arbeiten ist für 2015 geplant.

2009 begannen auch die Arbeiten zu der zweiten Erweiterung des Europäischen Rechnungshofes um 21.700 m2: Die Bauarbeiten sollen 2012 abgeschlossen sein. Ebenfalls voriges Jahr begannen die Arbeiten zum neuen Komplex des Generalsekretariats des EU-Parlaments. Es wird gehofft, dass dieses Projekt 2013 abgeschlossen sein wird.

Wohnen

Momentan arbeiten bereits 20.500 Menschen auf dem Kirchberg, wohnen tun dort allerdings nur 2.000. Dem Willen der Planer zufolge müsste sich die Bevölkerung in dem Viertel verfünffachen. Deshalb ist ein Großteil der aktuellen Studien und Arbeiten neuen Wohnvierteln gewidmet. So wird noch dieses Jahr ein Wettbewerb für die Bebauung der Südseite der avenue J. F. Kennedy stattfinden. Dort sollen 900 Wohneinheiten entstehen.

Irgendwann, wenn das Großprojekt Kirchberg einmal abgeschlossen sein wird, sollen dort um die 30.000 Menschen arbeiten und 10.000 wohnen, sagte Claude Wiseler am Donnerstag. Hinzu kommen noch 5.000 Schüler, welche jeden Tag dort zur Schule gehen.

Zu welchem Zeitpunkt das allerdings sein werde, konnte der Minister nicht sagen. Bei Projekten von diesen Ausmaßen sei das nicht möglich.