RALLYE – Kumulierte 200.000 Zuschauer erwarten die Veranstalter an diesem Wochenende zum Rallye-Weltmeisterschaftslauf rund um Trier. Laut einer wissenschaftlichen Studie lassen die Fans über 20 Millionen Euro in der Region.
Björn Pazen*
„Das Comeback“ betitelt der ADAC den WM-Lauf der Rallye-Asse in der Trierer Region – denn im Vorjahr stand Deutschland nicht im Kalender der Weltmeisterschaft. Der Automobilclub, Veranstalter der „Deutschland-Rallye“, setzt rund 3.000 Helfer ein, um für Sicherheit, aber auch die Lenkung der Zuschauer zu sorgen.
„Insgesamt rechnen wir kumuliert mit 200.000 Besuchern an den 19 Wertungsprüfungen sowie beim Showstart und der Siegerehrung vor der Porta Nigra“, sagt Rallyeleiter Armin Kohl. Diese Zahl ergibt sich aus Fahrzeug-Zählungen an den einzelnen Wertungsprüfungen – teilweise per Hubschrauber.Nicht verpassen!
Wer die Rallye-Stars nicht nur in aberwitzigem Tempo am Steuer, sondern wirklich hautnah erleben möchte, sollte einen Besuch am Service-Park (im Trierer Messepark) einplanen, oder aber am „parc fermé“ (auf dem Viehmarkt-Platz).
Auch zu empfehlen: Der Show-Start am Donnerstagabend ab 20.00 Uhr an der Porta Nigra, und besonders bereits um 17.30 Uhr die große Autogrammstunde mit den Stars im Service-Park.
Die Internet-Seiten der Rallye und der Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“ sind ebenfalls einen Besuch wert, für das Sportliche und v.a. für Verkehrs-Informationen aller Art rundum das größte Sport-Event der Großregion:
www.rallye-deutschland.de
www.volksfreund.de
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„Nach einer Untersuchung aus dem Jahr 2008 sitzen in jedem Fahrzeug durchschnittlich 3,4 Personen – so kommt die Gesamtzahl zusammen“, erläutert Kohl. Der Rallye-Chef schätzt, dass rund 90.000 auswärtige Fans in Trier und Umgebung sein werden. „40 bis 45 Prozent davon kommen aus dem Ausland, vor allem aus Frankreich, den Benelux-Staaten, aber auch Nordeuropa“, sagt Kohl.
2011 und 2012 bereits sicher
Und diese Rallye-Zuschauer lassen laut einer Studie der Universität Kaiserslautern während der vier Rallye-Tage rund 22 Millionen Euro in der Region – vorrangig für Übernachtungen. Während in Trier nach TV-Informationen fast alle Hotels ausgebucht sind, klagen einige Hoteliers an der Mittelmosel hingegen darüber, dass sie zwar die lauten Wertungsprüfungen vor der Haustür hätten, die Gäste aber woanders übernachteten.
Die Rallye beginnt am Donnerstag um 20.00 Uhr mit dem Showstart vor der Porta Nigra, freitags stehen die Abschnitte in den Moselweinbergen im Fokus, samstags zieht die Rallye-Karawane zunächst nach Hermeskeil, dann ins Saarland und schließlich auf den Truppenübungsplatz Baumholder weiter.
Der Abschluss am Sonntag – nach weiteren Prüfungen an der Mosel – ist der Innenstadt-Rundkurs Circus Maximus in Trier. Ursprünglich sollte der Innenstadt-Rundkurs live im Fernsehen übertragen werden, dies zerschlug sich aber nach Verhandlungen mit den Sendern. Nun zeigt Sport1 (früher DSF) freitags, sonntags und dienstags längere Zusammenfassungen der Deutschland-Rallye.
Aber in den beiden kommenden Jahren gibt es weitere Chancen für eine Live-Übertragung – denn die Region Trier steht bereits für 2011 und 2012 im Rallye-WM-Kalender.
* der Autor ist Redakteur des „Trierischen Volksfreunds“ (TV)
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