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Ranghoher bosnischer Delegierter angegriffen

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Kurz nach dem Fußball Länderspiel der Europameisterschaftsqualifikation Luxemburg gegen Bosnien-Herzegowina am späten Freitagabend wurde ein führender Funktionär des bosnischen Verbandes von eigenen Fans vor dem Mannschaftshotel tätlich angegriffen. Die Täter sind flüchtig.

Der Vizepräsident des Bosnischen Fußballverbandes, Bogdan Ceko, war gerade am Sofitel-Hotel in der rue du Fort Niedergrünewald, Unterkunft der bosnischen Mannschaft, eingetroffen – es war kurz vor Mitternacht –, da näherten sich vier oder fünf Personen, die bosnische Fanschals und Trikots trugen, dem Vizepräsidenten und fragten, ob er der Präsident des Verbandes sei. Er verneinte dies, gab seine Funktion als Vizepräsident an.

Anschließend schlug eine der Personen, unter Mithilfe von zwei anderen, Bogdan Ceko mehrmals auf den Kopf und ins Gesicht. Die erlittenen Verletzungen waren so stark, dass der Unglückliche im Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Er konnte das Spital wenig später jedoch wieder verlassen und ins Hotel zurückkehren.

Die Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt. Es wird aber vermutet, dass die Aggression in Verbindung mit den Turbulenzen stehen, die derzeit den Bosnischen Fußballverband heimsuchen.

Die UEFA und die FIFA fordern seit Längerem, dass der Bosnische Fußballverband seine Statuten ändert, damit er konform zu den aktuellen Regelungen ist. Anstelle des geforderten einen Vorsitzenden setzt sich das bosnische Verbandspräsidium aus drei Personen zusammen, die repräsentativ für die drei Ethnien des Landes (Serben, Kroaten, Moslems) sind.

Bei Nichtumsetzung der Satzungsänderung droht dem Verband und der Nationalmannschaft die Isolation.

Untersuchung eingeleitet

Laut bosnischem Fernsehen waren die Täter möglicherweise über das Verhalten ihres Verbandes verärgert.

Die Täter ergriffen die Flucht und konnten bisher noch nicht identifiziert werden. Die Polizei Luxemburg hat Protokoll erstellt und eine Untersuchung in die Wege geleitet.

thk