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Nach dem Festival ist vor dem Festival

Nach dem Festival ist vor dem Festival

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Die zehnte Edition des Escher „Terres Rouges“-Festivals ist vorüber. Zeit eine erste Bilanz zu ziehen und bereits ans nächste Jahr zu denken.

Ben Hoscheit
 

Romain Bernard, Direktor von Cyn-Art, dem Veranstalter des Musikfestivals, ist sehr zufrieden. Das Wetter habe zur Freude aller Beteiligten mitgespielt, was die letzten Jahre nicht immer der Fall war. Größere Zwischenfälle seien nicht registriert worden. Sowohl der Sicherheitsdienst, die Polizei als auch die Sanitäter meldeten einen reibungslosen Ablauf.

Der Höhepunkt, rein an der Besucherzahl gemessen, war kurz nach dem Konzert von „Die Atzen“ gegen 18 Uhr. Zu dieser Zeit tummelten sich 5.040 Besucher auf dem Festivalgelände auf dem Escher Galgenberg.

Auch im Nachhinein würde Bernard nichts an der Programmation der Gruppen ändern. „Ein solches Festival ist kein individuelles Wunschkonzert“, betont er. Bei der Auswahl der Gruppen werde größtenteils darauf geachtet, dass die Gruppen noch nicht in Luxemburg aufgetreten sind. Dabei ist es für die Veranstalter besonders schwer, noch Anfang September Topacts nach Esch zu locken.

„Die meisten Künstler haben ihre Tourneen zu dieser Zeit schon beendet. Die Übrigen muss man besonders motivieren, um sie zum „Terres Rouges“-Festival zu locken“, erklärt Bernard.

Hat das Wetter beim Aufbau mitgespielt, sorgten ungünstige Wettervorhersagen für einen umso schnelleren Abbau von Bühne, Ständen und Absperrungen. „Wegen des angekündigten Regens hat sich das Team besonders beeilt.“

Positives Feedback der Bands

Nach dem Festival ist vor dem Festival und Bernard lässt eine elfte Auflage durchblicken. Bis Weihnachten macht das Organisationsteam Pause. Gleich danach setzt sich das Team wieder zusammen und macht sich an die Planung des nächsten Festivals.

Der Galgenberg als Veranstaltungsort wird sicherlich beibehalten. Denn nicht nur Festivalbesucher, sondern auch Bands lieben den Platz im Grünen. „Wir haben von mehreren Gruppen gleich nach dem Konzert oder später per E-Mail ein sehr positives Feedback zum Veranstaltungsort erhalten“, sagt Bernard. Aber auch ohne die Mails erkennt der aufmerksame (Backstage)Beobachter wie der Bereich hinter der Bühne bei den Artisten ankommt.

Pfand-System im Gespräch

„Das merkt man bereits daran, dass die Gruppen nach ihrem Auftritt nicht sofort ins Hotel verschwinden, sondern noch längere Zeit im Backstage-Bereich verbringen. Unter den Bands wurden sogar Tische zusammengerückt. Die Crew von Gabriella Cilmi saß plötzlich mit der von Jennifer Rostock zusammen.“

Auf die Frage hin, wie es in Zukunft mit einem Pfand-System aussieht, um den Abfall auf ein Minimum zu reduzieren, erklärt Bernard, dass dieses Thema sicherlich zur Sprache kommen wird. Er sei für alle Diskussionen offen, da ein Pfand-System generell eine gute Sache sei. Trotzdem könnte es teuer werden und man müsse das System auf jeden Fall so organisieren, dass sich die Leute nicht betrogen fühlen.