Die gewerkschafliche Front in dem Streit über das Sparpaket der Regierung stehe geschlossen. Der LCGB sagt wie bereits im Frühjahr klar Nein zu irgendwelchen Veränderungen am bestehenden Indexsystem. Die Gewerkschaft wird sich an den vier Protestkundgebungen in Differdingen, Wiltz, Düdelingen und Esch beteiligen, die vom OGBL organisiert werden.
Siehe auch:
„Konzertierte Aktion gegen den Index“
Weber bedauert dass sich bei der Diskussion stur auf den Index fokussiert wird. Wer sich über die Inflation Sorgen mache, müsse auch über die Ursachen nachdenken. Der LCGB fordert in diesem Sinne unter anderem, die Wiedereinführung einer staatlichen Preiskontrolle.
Sachliche Analyse gefordert
In einem offenen Brief an Staatsminister Jean-Claude Juncker hat der LCGB «eine sachliche Analyse der staatlichen Ausgaben und insbesondere ihrer Natur» gefordert. Die Schlussfolgerungen aus derlei Analyse würden es anschließend erlauben, «eine ausgewogene und sozial besonnene budgetäre Politik im Hinblick auf 2014 zu definieren». Die Anfang des Jahres gemachte Analyse erscheine sehr oberflächlich. Es fehle ihr an Tiefgang.
In seinem Schreiben findet die Gewerkschaft jedoch auch entschuldigende Worte für die aktuelle Regierungspolitik. Die Maßnahmen des Sparpakets hätten ihren Ursprung in dem «bedeutenden Defizit, das aktuell unseren Staatshaushalt» bestimme, so der LCGB, der dabei auch vom strukturellen Charakter des Staatsdefizits spricht.
lm/tageblatt.lu
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