Die Zahlen des Immobilienmarktes zeigen wieder steigende Tendenzen. Die Preise hätten wieder das Niveau erreicht, auf dem sie sich 2006, also vor der Krise, befanden, erklärte der für den Wohnungsbau zuständige Minister Marco Schank am Dienstag der Presse gegenüber.
Die niedrigen Zinsen und eine ständig steigende Einwohnerzahl hätten das Ihrige dazu beigetragen, dass die Nachfrage nach Wohnraum wieder steige. Die neueste Analyse der Preisentwicklung bei Etagenwohnungen, die das „Observatoire de l’habitat“ veröffentlichte, verdeutlichen die Aussagen des Ministers.
Seit dem ersten Trimester 2007 stiegen die Preise beständig. 2007 lag der Verkaufspreis bei 3.708 Euro/m2, im zweiten Trimester 2010 lag er im Durchschnitt bereits wieder bis 3.910 Euro/m2.
Ob es nun um die Finanzierung seines Heims oder um ökologisches Bauen geht, zukünftige Wohnungseigentümer werden auf der „Semaine du logement“, Antworten auf (fast) alle ihre Fragen im Bereich Wohnen finden.
Neue Zertifizierung
Immobilienfirmen, Banken, Versicherungen, Baufirmen, jeder Bereich der Branche ist bei der „Wohnungswoche“ vertreten. Besonders das Thema Energieeffizienz wird dieses Jahr in den Vordergrund gestellt.
Einige Ausstellungen sind dem Thema gewidmet: „Bauen für die 2.000-Watt-Gesellschaft“ z.B. ist eine Ausstellung über Bauprojekte in Zürich, die alle das Ziel verfolgen, den Energiebedarf auf 2.000 Watt pro Person zu senken und so den CO2-Ausstoß von acht auf eine Tonne zu reduzieren.
Den Ressourcenbedarf zu reduzieren ist auch das Ziel einer neuen Zertifizierung für nachhaltige Wohngebäude, die das Wohnungsbauministerium einführen wird. Dieses Label soll ähnlich wie der Energiepass auf eine einfache Art und Weise zeigen, ob das jeweilige Wohngebäude sozialen, wirtschaftlichen und umweltschonenden Maßstäben entspricht.Vorträge rund ums Wohnen
Neben den klassischen Ausstellungsständen erwarten die Besucher auch eine Reihe von Konferenzen, die sich mit juristischen Themen rund um den Wohnungsbau bzw. -kauf beschäftigen. Diese Vorträge werden von der Notariatskammer angeboten und finden am Samstag, Sonntag und am Montag jeweils um 16.00 Uhr statt. Folgende Themen werden behandelt: „compromis de vente“, „acte notarié“ und „vente en état futut d’achèvement“. Die Experten stehen den Besuchern nach den Vorträgen für Fragen zur Verfügung.
Am Vorabend der offiziellen Eröffnung findet eine Konferenz zum Thema „Die Zukunft der europäischen Stadt“ von Prof. Dr. Walter Siebel statt.
Der Soziologe von der Uni Oldenburg behandelt in seinem Vortrag drei Merkmale einer europäischen Stadt: die Stadt als demokratisch legitimiertes Subjekt und als Ort der Hoffnung auf ein neues Leben sowie das Wachstum als dominantes Muster der Stadtentwicklung.
Der Vortrag findet statt am 30.9. um 19.00 Uhr im Konferenzsaal der Luxexpo.
Baulandverbrauch
Pünktlich zur Eröffnung der diesjährigen „Semaine du logement“ veröffentlicht das „Observatoire de l’habitat“ die neuesten Zahlen bezüglich des verfügbaren Baulands in Luxemburg und dessen Verbrauchs. Im Jahr 2007 waren 79 Prozent des verfügbaren Baulandes in privaten Händen. Insgesamt waren zu dem Zeitpunkt etwa 2.700 Hektar als Bauland für Wohnraum vorgesehen.
Zwischen 2004 und 2007 wurden 169 Hektar an verfügbarem Bauland aufgebraucht. Im Durchschnitt werden pro Jahr 56 Hektar bebaut. Dabei gibt es jedoch erhebliche regionale Unterschiede. Den höchsten Verbrauch an Bauland innerhalb der ausgewiesenen Wohngebiete hat erwartungsgemäß die Stadt Luxemburg, gefolgt von den Gemeinden Mamer und Betzdorf. Am geringsten war der Baulandverbrauch in den Gemeinden Esch/Alzette, Rümelingen und Colmar-Berg.
Zu Demaart
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