Wie die Verantwortlichen der „Fédération luxembourgeoise des laboratoires d’analyses médicales“ vor Journalisten erklärten, würden private Labore klar benachteiligt. Die Ursache: Im Gegensatz zu den Krankenhauseinrichtungen hätten sie in den vergangen Jahren wiederholt Tarifkürzungen hinnehmen müssen.
Zusammen mit denen für 2011 geplanten Kürzungen in Höhe von rund 14 Prozent, würden sich die Gesamtkürzungen in einem Zeitraum von nur zwei Jahren auf mehr als 35 Prozent summieren. Dies obwohl sie nachweislich effizienter, sprich kostengünstiger arbeiten würden.
Die Situation sei so ernst, dass falls die politischen Verantwortlichen bei ihrer derzeitigen Haltung bleiben würden, Stellenstreichungen unausweichlich seien.
Schlichtungsverfahren
Derzeit läuft ein Schlichtungsverfahren zwischen der FLLAM und der nationalen Krankenkasse. Sollte den Forderungen der Privatlabors nicht Rechnung getragen werden, wollen diese den „Conseil supérieur des assurances sociales“ anrufen. Und sollte man auch an dieser Stelle noch kein Gehör finden, ist man auf Seiten der FLLAM dazu entschlossen, den Wettbewerbsrat der Europäischen Union mit der Sache zu befassen.
Nachdem es 1997 noch neun private Labors für medizinische Analysen in Luxemburg gab, sind es deren heute – auch aufgrund von Zusammenschlüssen – nur noch drei. Zusammen beschäftigen sie rund 350 Personen.
tw
Zu Demaart
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