Eine Leistung, die den einzigen ernsthaften Verfolger von Barça im spanischen Meisterrennen offenbar nachhaltig beeindruckte – und aus der Spur brachte. Am Sonntagabend unterlag Real Madrid beim abstiegsbedrohten Osasuna Pamplona 0:1 (0:0), so dass Barcelonas (58 Punkte) Vorsprung auf Real (51) auf komfortable sieben Punkte angewachsen ist. Die vagen Hoffnungen der Madrilenen auf eine erfolgreiche Aufholjagd dürften damit bereits nach 21 Spieltagen geplatzt sein.
„Es ist eine immense Ehre, diesen Rekord mit einer derart beeindruckenden Mannschaft wie dem Real Madrid von Alfredo Di Stefano zu teilen. Das erfüllt uns mit Stolz. Dass es 50 Jahre, ein halbes Jahrhundert, gedauert hat, zeigt, wie schwierig es ist“, sagte Barça-Trainer Pep Guardiola mit stolzgeschwellter Brust nach dem Abpfiff.
Der Titelverteidiger hatte zuvor den Rekord von Real, das in der Saison 1960/61 unter dem legendären Trainer Miguel Munoz mit seinen Weltstars Alfredo Di Stefano als Kapitän, Ferenc Puskas und Francisco Gento ebenfalls 15 Siege in Folge gefeiert hatte, eingestellt.
Sieg Nummer 16
Am kommenden Wochenende gegen Atletico Madrid soll Sieg Nummer 16 folgen. Guardiola stellte aber klar, dass ihm die Rekordmarke nicht ganz so wichtig ist. „Es geht um den Titel, und da kam es darauf an, dass wir bei diesen schwierigen Platzverhältnissen drei Punkte mitnehmen“, sagte der Trainer, der jedoch zugab: „Die Möglichkeit, den Rekord einzustellen, hat meine Spieler zusätzlich motiviert.“
Das traf vor allem auf die beiden Torschützen Pedro (43.) und Lionel Messi (87. und 89.) zu, die damit die gelungene Revanche für die bislang letzte Saison-Niederlage der Katalanen gegen Aufsteiger Alicante (0:2) am zweiten Spieltag der Primera Division perfekt machten.
Weltfußballer Messi wurde nach seinen Saisontoren 20 und 21 von seinem Coach überschwänglich gelobt. „Er hat so viele Minuten in den Beinen, aber im Wettkampf wird er zum Tier. Nur Legenden wie Cesar oder Kubala haben mehr Treffer erzielt“, sagte Guardiola und prophezeite: „Messi wird alle Rekorde brechen.“
Zuvor hatte der Argentinier mit seinem Doppelpack Samuel Eto’o in der klubinternen Liga-Torjägerliste überholt. Der Argentinier war bislang 109-mal für den 20-maligen spanischen Meister erfolgreich, Eto’o erzielte für Barcelona 108 Treffer. Insgesamt traf Messi in Pflichtspielen 164-mal, Cesar brachte es zwischen 1942 und 1954 auf 235 Tore in 348 Spielen für Barça.
Den herben Rückschlag für Real führte Pamplonas Stürmer Javier Camunas mit seinem Treffer in der 62. Minute herbei.
Zu Demaart
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