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„Ich wäre gerne die Tour gefahren“

„Ich wäre gerne die Tour gefahren“

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In seiner zweiten Saison als Profi ist Laurent Didier mittlerweile. Für den 26-Jährigen, dessen Vertrag am Saisonende bei Saxo Bank ausläuft, wird 2011 ohne die Gebrüder Schleck stattfinden.

Stattdessen „untersteht“ der Luxemburger seit Saisonbeginn dem dreifachen Toursieger und unter Dopingverdacht stehenden Spanier Alberto Contador, welcher eigentlich die Kapitänsrolle im Team von Bjarne Riis einnehmen sollte.

Der ganze Trubel um Alberto Contador hat Laurent Didier in seiner Vorbereitung wenig gestört. Der Sohn von Lucien Didier und Enkel von Bim Diederich ist nur froh, dass er endlich loslegen kann. Sein erstes Saisonrennen findet ab Mittwoch und bis kommenden Sonntag bei der Tour Méditerranéen statt.

Tageblatt: Nachdem dein Programm zu Saisonbeginn geändert wurde, schien es, als ob du dein erstes Rennen erst Anfang März mit Paris – Nice bestreiten würdest. Erleichtert, dass du bis dahin noch die Tour Méditerranéen (2.1.) und die Tour du Haut Var (2.1/19.-20. Februar) fahren darfst?

Laurent Didier: „Ich bin eigentlich etwas überrascht, dass ich die Tour du Haut Var fahre. Ich bin aber natürlich froh, dass wir uns darauf einigen konnten, dass ich diese beiden Rennen fahren darf. Vor allem, da ich mich bereits in einer recht guten Verfassung befinde. Das haben die letzten Tests im Trainingslager auf Mallorca gezeigt.“

„T“: Was kam bei dem Test heraus?

L.D.: „Wir mussten die letzten zehn Kilometer eines Bergs mit Vollgas hochfahren. Zunächst eine Gruppe ohne die Spanier. Die sind mit Alberto Contador eine Minute später gestartet. Ich bin zu Beginn recht ruhig gefahren, mein Puls war nicht allzu hoch, ich hätte im Nachhinein sicherlich etwas schneller zu Beginn fahren können. Contador und die anderen haben uns unterwegs eingeholt, also eine Minute gutgemacht auf uns. Bis ins Ziel verlor ich nochmals zehn Sekunden auf Contador, 1:10 Minuten Rückstand sind alles in allem aber ganz okay.“

„T“: Wie hast du dich diesen Winter auf die Saison 2011 vorbereitet?

L.D.: „Meine Form ist in etwa mit der zum gleichen Zeitpunkt vom letzten Jahr zu vergleichen. Trotz dem ganzen Schnee musste ich aber etwas trainieren. U.a. deshalb habe ich zwei Tage in Gent (B) auf der Bahn trainiert. Dort bin ich auch hinter dem Motorrad gefahren, war also im Renntempo unterwegs.“

„T“: Welche Erwartungen hast du für dein erstes Saisonrennen?

L.D.: „Mir geht es vor allem darum, Rennkilometer zu sammeln. Ich habe mir nichts Spezielles vorgenommen. Es geht mir vor allem darum, mich auf Paris – Nice vorzubereiten. Das gilt auch für die Tour du Haut Var, nur dass die Etappen da wesentlich länger sind, so um die 200 Kilometer.“

„T“: Wie sehr hat dich der ganze Nebenschauplatz Alberto Contador beschäftigt?

L.D.: „Auf Mallorca war mehr Presse da als sonst. Ansonsten haben wir ganz normal trainiert. Mich hat das alles nicht gestört oder beeinflusst. Auch unter den anderen Fahrern haben wir praktisch nicht darüber gesprochen. Auch mit Contador hatte ich nicht mehr oder weniger Kontakt als zuvor.“

„T“: Hast du den Traum der Tour de France 2011 noch nicht aufgegeben?

L.D.: „Natürlich wäre ich die Tour gerne gefahren, das hätte ich mir auch dank der Resultate vom letzten Jahr beim Giro zugetraut. Geplant ist aber, dass ich auch dieses Jahr den Giro fahre, zudem bin ich als Reservefahrer bei der Vuelta eingeplant.“

„T“: Dein Vertrag läuft am Saisonende aus. Denkst du bereits an Leopard-Trek?

L.D.: „Zurzeit mache ich mir darüber noch keine Gedanken. Ich starte jetzt mit meiner Saison, alles andere wird während oder kurz nach der Tour de France entschieden.“