Das Rennen wurde lange Zeit von Andre Starykowicz dominiert: Der US-Amerikaner übernahm nach der zweiten Hälfte der Radstrecke, die insgesamt über 200 km ging, die Führung. Der 28-Jährige arbeitete sich bis zum Laufwechsel einen Vorsprung von fast sechs Minuten heraus. Die Verfolger, Vorjahressieger Eneko Llanos (Spanien), Frederik Van der Lierde (Belgien) und Dirk Bockel ließen Starykowicz fahren, weil sie wahrscheinlich wussten, was später kommen würde.
Die Resultate
1. Frederik Van der Lierde 6:43:14 Stunden
2. Marino Vanhoenacker (beide Belgien) auf 0:17
3. Dirk Bockel (Luxemburg) 0:28
4. Raynard Tissink (Südafrika) 0:33
5. Sylvain Sudrie (Frankreich) 2:35
21 Athleten im Ziel
Aber zurück zum Anfang: Bockel war nach dem Schwimmen in der 14-köpfigen Spitzengruppe. Die Favoriten Craig Alexander, Chris McCormack und Llanos büßten beim Schwimmen bereits zwei Minuten ein. McCormack beendete das Rennen aus aussichtsreicher Position bereits beim Radfahren. Hinter Starykowicz und dem Trio Llanos, der aufgeschlossen hatte, Van der Lierde und Bockel folgte eine weitere Gruppe mit vier Athleten: Marino Vanhoenacker (Belgien), Sylvain Sudrie (Frankreich), Raynard Tissink (Südafrika) und Luke Bell (Australien).
Die zweite Luft
In dieser Konstellation ging es auf die 20-km-Laufstrecke. Der spanische Vorjahressieger musste seine Aufholjagd bei 35 Grad Lufttemperatur dann bezahlen: Er musste abreißen lassen. Bockel und Van der Lierde machten sich auf die Verfolgung von Starykowicz. Nach 10 km betrug der Vorsprung des US-Amerikaners nur noch etwas mehr als anderthalb Minuten. Starykowicz brach dann in der zweiten Hälfte komplett ein und kam später auf Rang zehn. Die zweite Luft bekam jedoch der Dritte von Hawaii 2010, Vanhoenacker. Der Belgier machte Meter um Meter gut.
Van der Lierde rettete einen knappen Vorsprung ins Ziel. Sein Landsmann überholte Dirk Bockel und kam als Zweiter ins Ziel. Bockel kam 28″ hinter dem Sieger und nur 11″ hinter Vanhoenacker ins Ziel. Der Vorsprung auf den Fünftplatzierten war mit fünf Sekunden ebenfalls minimal.
Die Form bei Dirk Bockel stimmt also. Der 34-Jährige kann sich nicht nur über das gute Resultat freuen, sondern mit 15.000 $ auch über ein angemessenes Preisgeld. Das nächste Rennen ist am 10. April in Miami (USA) geplant.
Zu Demaart
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