Anders Manchester United, das im zweiten Achtelfinal-Rückspiel am Dienstagabend auf Olympique Marseille trifft und in dieser Saison noch die Chance auf das Triple aus Meisterschaft, Champions League und FA Cup hat.
Im Überblick
Champions League:
Achtelfinale, Rückspiele:Dienstag um 20.45 Uhr:
Bayern – Inter Mailand
(Hinspiel 1:0)Manchester U. – Marseille
(0:0)Mittwoch um 20.45 Uhr:
Real Madrid – Lyon
(1:1)Chelsea – FC Kopenhagen
(2:0)Bereits gespielt:
S. Donezk – AS Rom
(3:2) 3:0Barça – Arsenal
(1:1) 3:1Tottenham – AC Milan
(1:0) 0:0Schalke 04 – Valencia
(1:1) 3:1Die nächsten Termine:
Viertelfinal-Auslosung: 18. März in Nyon. Viertelfinal-Hinspiele: 5., 6., Rückspiele: 12., 13. April. Halbfinal-Hinspiele: 26., 27. April, Rückspiele: 3., 4. Mai. Finale: 28. Mai in London
Nach den Flops in der Bundesliga und im DFB-Pokal ist die Königsklasse die letzte Trumpfkarte für den deutschen Rekordmeister und den scheidenden Trainer Louis van Gaal in einer bislang verkorksten Saison.
Am Dienstagabend (ab 20.45 Uhr, live bei Club RTL und RTL Télé Lëtzebuerg) ist in der ausverkauften Münchner Arena das beim Schützenfest gegen den Hamburger SV wiederbelebte „Mia-san-mia“-Gefühl gefragt, wie Bastian Schweinsteiger ankündigte. „Ich bin der Meinung, dass wir in zwei Spielen die bessere Mannschaft sein werden“, sagte der deutsche Nationalspieler am Montag. Der Sechserpack gegen den HSV hat alle aus dem Stimmungstief gerissen, aber der Torrausch soll nicht die Sinne benebelt haben. „Das wird wesentlich schwerer als gegen den HSV“, mahnte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Arjen Robben, dreifacher Torschütze am Samstag, sprach sogar von einem „sehr gefährlichen Spiel“ gegen den Titelverteidiger – trotz des 1:0 in Mailand: „Wenn Inter ein Tor schießt, wird es sehr eng.“
Van Gaal bewertete das 6:0 gegen Hamburg immerhin als „eine sehr gute Vorbereitung“. Für den stolzen Niederländer geht es gegen den italienischen Meister um extrem viel: Allein die Champions League bietet ihm die Möglichkeit, den FC Bayern Ende Mai nach dem Finale in London als Triumphator und Titelgewinner wie gewünscht „durch den Vorderausgang zu verlassen“.
Inter hat seinerseits schon seit Tagen alles auf München ausgerichtet. Trainer Leonardo schonte einige wichtige Akteure beim 1:1 im Ligaspiel gegen Brescia, nahm damit billigend den Rückschlag im Titel-Zweikampf mit Lokalrivale AC Mailand in Kauf.
Ein Blick in die Europapokal-Historie macht jedoch den Bayern zusätzlich Mut: In bislang 21 Fällen kamen die Deutschen in einer K.o.-Runde nach einem Auswärtssieg stets weiter; dreimal in der Champions League.
Wayne Rooney zuversichtlich
Überzeugt vom Einzug ins Viertelfinale ist ManUs Stürmer Wayne Rooney: „Der 2:0-Sieg im FA Cup gegen Arsenal war das richtige Signal“, sagte der englische Nationalspieler vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Olympique Marseille (20.45, live bei TF1): „Jetzt müssen wir rausgehen und wieder unseren Job erledigen.“ Im Hinspiel hatten sich beide Teams 0:0 getrennt. In der Premier League hatte ManU seine beiden letzten Partien gegen Chelsea und Liverpool verloren.
Rooney hat aber noch einen anderen Wunsch. Der englische Nationalstürmer möchte den niederländischen Torhüter Edwin van der Sar, der sein Karriereende nach der Saison angekündigt hat, zum Rücktritt vom Rücktritt überreden. „Ich habe mit ihm unter der Dusche gesprochen. Wir respektieren seine Entscheidung. Aber wir versuchen, ihn davon überzeugen, doch noch weiterzuspielen“, sagte Rooney.
Möglicherweise hat der englische Rekordmeister noch ein As im Ärmel, wie Trainer Sir Alex Ferguson am Montag zu verstehen gab: „Bei Nani wurden die Fäden gezogen. Es besteht die Chance, dass er am Dienstag spielt.“ Der 24-Jährige hatte sich vor gut einer Woche gegen Liverpool eine große Wunde am Bein zugezogen und am Freitag hatten die Ärzte noch von einer mindestens zweiwöchigen Pause des ManU-Mittelfeldspielers gesprochen.
Trotz aller Verwirrspiele des Gegners sieht sich Marseille nicht chancenlos. „Sicherlich ist Manchester Favorit.
Aber es war sehr wichtig, dass wir im Hinspiel kein Gegentor zugelassen haben. Das könnte in Old Trafford noch ganz wichtig sein“, sagte OM-Trainer Didier Deschamps.
Zu Demaart
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