Die Demonstranten forderten den Chef des Militärrates, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi zum Rücktritt auf. Tantawi sei ein treuer Gefolgsmann des vor zwei Monaten aus dem Amt vertriebenen Präsidenten Husni Mubarak und könne deshalb nicht die neue Führung Ägyptens repräsentieren.
Das Ägyptische Museum in Kairo ist am Samstag wegen neuer Unruhen in der Nacht zuvor auf unbestimmte Zeit geschlossen worden. Das Haus mit seiner einzigartigen Sammlung altägyptischer Mumien und Kunstwerke liegt am Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo, wo bei Zusammenstößen mit dem Militär mindestens ein Demonstrant getötet wurde. Dutzende wurden verletzt. Die Schließung stelle eine «Vorsichtsmaßnahme» dar, erklärte Altertümer-Minister Zahi Hawass am Samstag in einer Stellungnahme.
Das Museum wurde bei den Ausschreitungen nicht in Mitleidenschaft gezogen, obwohl gegen das dort postierte Militär Steine flogen. (dpa)
In der Nacht zum Samstag kam erstmals seit dem Amtsverzicht Mubaraks wieder ein Demonstrant bei Zusammenstößen mit dem Militär ums Leben. Der Regierungsgegner starb, nachdem die Streitkräfte in der Nacht eine Demonstration militanter Oppositioneller auf dem Tahrir-Platz mit Gewalt aufgelöst hatten. 71 weitere Menschen erlitten Verletzungen, bestätigte das Gesundheitsministerium am Samstag in Kairo. Einige wiesen Schussverletzungen auf. Der Tahrir-Platz war in den vergangenen Monaten die zentrale Kundgebungsstätte der Mubarak-Gegner.
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