Ein weiterer sehr wertvoller Co-Equipier ist der Belgier Maxime Monfort. Ein „Ardennais“, der den
Gebrüdern Schleck helfen soll, sie in seiner Stube zu(m) Sieg(en) zu führen.
Ardennen-Resultate
Amstel: 55. (2010). 24. (2009), 63. (2008), nicht im Ziel (2007), 124. (2005)
Flèche: 33. (2010), 44. (2009), 58. (2008), 88. (2007), 76. (2005), 11.6 (2004)
L-B-L: 87. (2010), 35. (2009), 61. (2008), 62. (2007), 76. (2005)
‚Maxime, la chance que j’ai, de t’avoir au téléphone‘ …
Maxime Monfort (lacht) „Sie haben die Aktualität sehr gut verfolgt. Das Buch wurde am Montag vorgestellt.“
„La chance que j’ai“ ist der Titel eines Buchs über Sie. War der Band eine Herzensangelegenheit von Ihnen?
„Nein, gar nicht. Ein Journalist hat mich praktisch drei Jahre lang gedrängt, ich war eigentlich immer dagegen. Letztes Jahr im Mai hat er dann noch mal angeklopft. Er hat mir dann gesagt, dass er einen Schreiber gefunden habe. Ich kenne ihn, was mich dann umgestimmt hat.“
Ich biete Ihnen hier etwas Platz, um Werbung für Ihr Buch zu machen …
„Oh danke, vielleicht kaufen es dann ja auch ein paar in Luxemburg (lacht wieder). Es handelt sich darin nicht um die Karriere eines Profiradsportlers, sondern um die Geschichte eines Jungen, der immer diesen Traum hatte. Der Traum eines Jungen, der in einem kleinen Dorf wohnt, wo der Radsport kaum bekannt ist. Es ist also eher eine reine Lebensgeschichte. Etwas, was den Fahrer menschlicher macht. Vielleicht also ein Buch, das eher dem weiblichen Geschmack entspricht.“
Sie sprechen von einem Dorf, wo der Radsport nicht sonderlich bekannt war. Mit Ihnen wurde er es aber sicherlich. Sie sind ein „Ardennais pur et dur“. Die Frage erübrigt sich dann wohl, welchen der drei Ardennen-Klassiker Sie bevorzugen. Dennoch die Frage.
„’Ah, c’est Liège-Bastogne-Liège forcément.‘ Allein schon aus rein sentimentaler Sicht. Ich bin in Bastogne geboren, wohne praktisch ganz in der Nähe. Aus meinem Training kenne ich natürlich die Straßen dort in- und auswendig. Wenn ich dort einmal gewinnen könnte … Es ist allerdings auch der schwerste aller Ardennen-Klassiker. Man braucht sehr viel Energie, und ich tue mich eigentlich oft sehr schwer bei solchen Rennen, die mehr als sechs Stunden dauern. Favorit Nummer 1 auf den Sieg bin ich also bestimmt nicht.“
Frank und Andy Schleck sowie auch Fabian Cancellara, der nur noch am Sonntag beim Amstel Gold Race startet, werden dagegen sehr hoch gehandelt. Ist diesmal das Team stark genug, um mindestens einen aus diesem Trio zu einem Sieg zu fahren?
„Wir werden viel stärker sein als bei den anderen Klassikern. Zu Saisonbeginn wussten wir bereits, dass wir nicht das beste Team um Fabian Cancellara haben würden. Wir haben keine Angst, ‚on a l’effectif pour aller au charbon‘.“
Wie sieht Ihre Rollenverteilung aus?
„Es ist klar, dass ich nicht von Anfang an in einer Ausreißergruppe vertreten sein werde. Das Team braucht mich, ich muss im Finale präsent sein, versuchen, die Löcher zu stopfen. Das Team ist derart zusammengeschweißt, dass jeder weiß, was er zu tun hat, und niemand seine Schiene fährt. Schließlich haben wir drei Leader am Sonntag, welche alle das Amstel gewinnen können.“
Wie könnte man diese LEO-Mannschaft für die Ardennen-Klassiker umschreiben?
„Es ist ein Team mit viel Erfahrung, welches gut in Form ist. Bei der Baskenland-Rundfahrt haben wir viele Dinge versucht. Es ist ein klassisches Team für Klassiker, praktisch das Team, das auch zur Tour de France fahren wird. Ein Team, das versuchen wird, die nächsten Rennen zu gewinnen.“
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können