Bei Gefechten in der umkämpften libyschen Hafenstadt Misrata sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Gaddafis Einheiten dringen immer weiter vor.
Gaddafi ist verantwortlich für die Ermordung und Folter libyscher Oppositioneller auch in westlichen Ländern, im Inland sowieso. (dapd/-)
Die Stadt Misrata wird seit Wochen von den Regierungstruppen belagert. (dapd/Phil Moore)
Rebellen vor den Toren Ajdabiya. (dapd/odd Andersen)
Rebellen benutzen Schießpulver, um ihre Namen auf die Straße zu schreiben. (dapd/odd Andersen)
Ein Aufständischer hält Ausschau nach Regierungstruppen. (dapd/odd Andersen)
Vor der Schlacht wird noch gebetet. (dapd/odd Andersen)
Die einzigen schweren Waffen die die Rebellen besitzen sind leichte Raketenwerfer. (dapd/odd Andersen)
Diese Rebellen zeigen sich optimistisch. (dapd/odd Andersen)
Aufständische ziehen sich aus mehreren Orten zurück. (Tageblatt/Nasser Nasser)
(Tageblatt/Nasser Nasser)
(Tageblatt/Nasser Nasser)
Während man in der Hauptstadt Tripolis ein normales Leben führen will... (Mahmud Turkia)
(Tageblatt/Nasser Nasser)
Ein General der Gaddafi-Armee erklärt die Lage in Tripolis anlässlich einer Pressekonferenz. (Tageblatt/Pier Paolo Cito)
Gaddafis Tochter Aisha Gadhafi winkt jubelnden Gaddafi-Anhängern zu. (Tageblatt/Pier Paolo Cito)
(dapd/Phil Moore)
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(dapd/odd Andersen)
(dapd/Marwan Naamani)
(dapd/Marwan Naamani)
(dapd/Marwan Naamani)
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... kämpfen die Bewohner der Stadt Misrata um das nackte Überleben. (Chris Hondros)
(Tageblatt/ben Curtis)
(Tageblatt/ben Curtis)
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(dapd/Marwan Naamani)
(dapd/Phil Moore)
In der Stadt wird inzwischen um jedes Zimmer gekämpft. (dapd/odd Andersen)
Scharfschützen schießen auf Scharfschützen. (dapd/odd Andersen)
Die Rebellen hoffen auf eine baldige Entsendung von westlichen Bodentruppen. (dapd/odd Andersen)
Zwei französische Militärflugzeuge sind am 20. April auf dem Rückweg aus Libyen auf der Insel Malta notgelandet. (Tageblatt-Archiv/Darrin Zammit Lupi)
Grund für die Notlandung war Treibstoffmangel gewesen. Die Flugzeuge hatten sich auf dem Rückweg von einem Erkundungsflug über dem nordafrikanischen Krisenland befunden. (Tageblatt-Archiv/Darrin Zammit Lupi)
Dieser Panzer wurde in der belagerten Stadt Misrata von den Rebellen zerstört. (dapd/Phil Moore)
Unter anhaltendem Artilleriebombardement und dem Feuer von Scharfschützen haben libysche Rebellen am Sonntag weiterhin der Belagerung der Stadt Misrata standgehalten. In erbitterten Häuserkämpfen wehrten sie sich gegen die Einnahme der letzten von Regierungsgegnern gehaltenen Stadt im Westen Libyens. Sieben Menschen kamen bei den Kämpfen nach Angaben eines Mitarbeiters einer Hilfsorganisation und eines Oppositionsaktivisten ums Leben.
Nach tagelangen Kämpfen sind die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi unterstützt von schweren Waffen und Scharfschützen bis ins Zentrum der Stadt vorgedrungen. Seit Tagen schon sei Misrata mit Mörsern und Raketen beschossen worden, berichtete der Bewohner Abdel Salam, der nur seinen Vornamen nennen wollte. «Die Einwohner haben sich an den Lärm der Mörser und Raketen gewöhnt», sagte er. «Auf den Dächern der hohen Gebäude sind immer noch Scharfschützen, die auf alles Schiessen, was sich bewegt.»
Kleinere Erfolge für Rebellen
Die Rebellen hätten die Regierungstruppen aus der Gegend rund um einen zentralen Marktplatz zurückgetrieben und einen schmalen Streifen Geländegewinn erzielt, sagte der Aktivist Rida al Montasser sagte über den Internetdienst Skype. In einem Krankenhausbericht sei die Zahl von 17 Toten und 74 Verletzten genannt worden. Am Sonntag hätten Gaddafis Truppen ausserdem das Krankenhaus beschossen.
Ein Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation, der nach eigenen Angaben das Krankenhaus am Sonntag besuchte, bestätigte die Opferzahlen. Unter den Toten sei ein Mädchen mit einem Kopfschuss, unter den Verletzten seien mehrere Kinder. Der Mitarbeiter einer ausländischen Nichtregierungsorganisation wollte aus Sicherheitsgründen seinen Namen nicht genannt wissen.
Montasser sagte, bis in die späte Nacht seien Explosionen in Misrata zu hören gewesen. In Tripolis wies Regierungssprecher Mussa Ibrahim am Sonntag erneut Vorwürfe zurück, Gaddafis Truppen hätten in Misrata international geächtete Streubomben eingesetzt. Er warf der NATO vor, mit Luftangriffen Partei für die Rebellen ergriffen zu haben. In deren Reihen befänden sich auch Kämpfer des Terrornetzwerks Al Kaida, sagte Ibrahim.
René Hoffmann (48) ist gelernter Journalist und arbeitet seit 1999 bei Editpress, zuerst bei der französischsprachigen Wochenzeitung "Le Jeudi", seit 2008 aber beim Tageblatt.
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