Montag19. Januar 2026

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Der Klang des Bebens

Der Klang des Bebens
(dpa)

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Unterwassermikrofone der amerikanischen Ozeanografiebehörde NOAA haben vor Alaska am 11. März das verheerende Erdbeben von Japan aufgenommen.

Die Mikrofone nahmen die Schallwellen auf den Aleuten, mehr als 1000 Kilometer von Japan enternt, auf. Vor kurzem wurde das Geräusch des Erdbebens veröffentlicht. Um ihn für das menschliche Ohr wahrnehmbar zu machen wird der Klang in 16-facher Geschwindigkeit abgespielt.

Im ersten Teil hört man die Verschiebung der Erdkruste, im zweiten Teil hört man das Geräusch, mit dem sich die Schockwellen durch den Ozean bewegen. Forscher versuchen jetzt Rückschlüsse auf das Verhalten von Schallwellen unter Wasser zu ziehen.

Jahrzehntelange Kontamination

Umweltexperten rechnen mit einer über Jahrzehnte anhaltenden Strahlenkontamination in der Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima in Japan. Das ist das Ergebnis der Messungen von Greenpeace-Spezialisten in dem japanischen Katastrophengebiet, die die Umweltorganisation am Montag in Hamburg vorlegte.

Zudem kritisiert Greenpeace die japanische Regierung scharf für ihre zögerliche Haltung in ihrer Reaktion auf das Reaktorunglück.
Greenpeace habe zwei Wochen nach dem Unglück im Bereich um das Atomkraftwerk Fukushima I an 261 Messpunkten Daten erhoben und dabei verbreitet stark erhöhte Strahlungswerte auch außerhalb der zurzeit gültigen Evakuierungszone festgestellt, sagte Greenpeace-Energieexperte Thomas Breuer.

Hohe Strahlung

Verbreitet habe die festgestellte radioaktive Dosis bei über zwei Mikro-Sievert pro Stunde gelegen. Die meisten Kontaminationen stammten vor allem aus radioaktivem Cäsium 134 und 137. Da es sich um einen sehr langlebigen radioaktiven Stoff handle, werde das Problem über Jahrzehnte bestehen, sagte Breuer. Die Strahlung überschreite die zulässigen Höchstwerte teilweise um das Tausendfache. In mehreren Gebieten sei die Höchstdosis für einen Menschen bereits nach einem Tag erreicht.

Die höchsten Werte lagen nach Breuers Angaben bei 48 Mikro-Sievert pro Stunde. Dies sei so viel, dass die Jahreshöchstdosis innerhalb eines Tages erreicht werde. Auch etwa 60 Kilometer von den Unglücksreaktoren entfernt, in den Stadtzentren von Fukushima und Koriyama, wurden den Angaben zufolge die Höchstdosen bis zum 35-fachen Wert überschritten. Ein Team der Umweltschutzorganisation entnahm unter Breuers Leitung im Umfeld des Atomkraftwerks Fukushima I auch Boden- und Lebensmittelproben.