Dienstag20. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

12 000 müssen Wohnungen räumen

12 000 müssen Wohnungen räumen

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten am Dienstagabend in Göttingen 12 000 Menschen ihre Wohnung verlassen. Das Stadtgebiet um die Fundstelle wurde großräumig evakuiert.

Um das dünn besiedelte Gebiet am Güterbahnhof sei ein 1000-Meter-Sicherheitsradius gezogen worden, sagte ein Polizeisprecher. Polizisten gingen von Haus zu Haus, um die Bewohner zu alarmieren. Sie wurden in Schulen und in die Mensa des Universitätsklinikums gebracht. Die Polizei hat ein Bürgertelefon eingerichtet.

Mit der Sprengung oder Entschärfung der Fünf-Zentner-Bombe sollte in der Nacht nach 23 Uhr begonnen werden. Auch die ICE-Strecke der Deutschen Bahn, die innerhalb des Gefahrenbereichs liegt, sollte dann für mindestens eine Stunde gesperrt werden. Die britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Baggerarbeiten entdeckt und freigelegt worden.

Vor einem Jahr …

Nicht weit von dem jüngsten Fundort entfernt waren vor rund einem Jahr drei Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes bei der Vorbereitung einer Bombenentschärfung getötet und sechs weitere Personen durch Splitter und die Druckwelle zum Teil schwer verletzt worden. Nach dem schweren Unglück am 1. Juni 2010 war in Göttingen eine fieberhafte Suche nach Blindgängern gestartet worden.

Die Stadtverwaltung hatte dazu von britischen Behörden Luftbilder erhalten. 40 verdächtige Einschlagstellen wurden auf den Fotos entdeckt. Nach der Vermessung dieser Einschlagstellen versuchte eine Spezialfirma, die Sprengkörper mit Hilfe von Sonden aufzuspüren.