Wer sich zu «strafbaren Handlungen» habe «verleiten» lassen, könne straffrei bleiben, berichteten syrische Staatsmedien am Montag. Dies gelte auch für Demonstranten, die «Waffen getragen und die innere Sicherheit bedroht» hätten, teilte das Innenministerium mit.
In den belagerten syrischen Städte Daraa und Duma sollen die Sicherheitskräften am Montag erneut Dutzende mutmaßliche Regimegegnern verhaftet haben. Die Zugänge zu den beiden Ortschaften sind bereits seit dem Osterwochenende blockiert. In Duma waren nach Angaben von Oppositionellen am Montag Schüsse zu hören. In Daraa soll die Versorgungslage inzwischen schlecht sein. Vor allem Milch fehle.
Die syrische Führung unter Präsident Baschar al-Assad geht mit äußerster Härte gegen die Protestbewegung vor, die seit dem 18. März für demokratische Reformen demonstriert. Sie stellt die Proteste als Aufstand «krimineller Banden» und «extremistischer Terrorgruppen» dar. Nach Informationen von Menschenrechtsgruppen wurden bereits mehr als 500 Menschen getötet. Noch weit größer soll die Zahl der Festgenommenen sein, die in Gewahrsam misshandelt wurden.
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