Netanjahu teilte am Dienstag mit, das Abkommen würde den Friedensprozess mit Israel gefährden. Er schickte seinen
Appell an den Nahost-Vermittler und ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair.
Zuvor gab die radikalislamische Hamas bekannt, dass sie auch nach
der Unterzeichnung eines Abkommens zur Regierungsbildung mit der
Fatah an einer inoffiziellen Waffenruhe mit Israel festhalten wolle.
Die Hamas weigert sich nach wie vor, die Rechtmäßigkeit eines
jüdischen Staats anzuerkennen. Sicherheitsbeamte der Hamas sagten
aber am Dienstag, die Mitglieder der Organisation hätten sich darauf
geeinigt, auch nach Bildung einer neuen Regierung ihre Waffen gegen
Israel ruhen zu lassen.
Die Hamas will am (morgigen) Mittwoch das Abkommen mit der
rivalisierenden Fatah in Kairo unterzeichnen. Die Einigung zwischen
den beiden palästinensischen Organisationen sieht die Bildung einer gemeinsamen Übergangsregierung vor. Wahlen sind für kommendes Jahr geplant. Die Einigung legt einen Streit bei, der 2006 entfacht war, nachdem die Hamas die Wahlen im Gazastreifen und dem Westjordanland gewonnen hatte. Ein Jahr später übernahm sie im Gazastreifen gewaltsam die Macht.
Zu Demaart
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