Ziel sei es, das Kühlsystem im Reaktor Nummer Eins wieder zu installieren, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Kraftwerksbetreiber Tepco.
In Belgien ist unterdessen ein leicht radioaktiv verstrahlter Schiffscontainer aus Japan angekommen. Er fiel bei einer Routinekontrolle im Hafen von Zeebrügge bereits am Dienstag auf, sagte eine Sprecherin der belgischen Atom-Aufsichtsbehörde am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Nachgewiesen wurde Cäsium-137, die Konzentration sei «sehr niedrig». Es bestehe keine Gesundheitsgefahr. Der Container enthielt Bauteile für Bagger, die nicht kontaminiert waren.
Die metallene Transportkiste wurde in einem separaten Teil des Hafens untersucht. Sie wurde den Angaben zufolge am 16. März – fünf Tage nach dem Atomunglück – im Hafen der japanischen Stadt Yokohama verschifft. In Malaysia wurde der Container auf einen Frachter umgeladen, der nach Belgien fuhr. (dpa)
Die beiden Arbeiter sollen einen Filter für die radioaktive Luft einbauen. Die Männer sollen in kleinen Gruppen arbeiten, jede Gruppe soll nur zehn Minuten in dem Reaktor bleiben. Das AKW Fukushima war beim Megaerdbeben und dem anschließenden Tsunami schwer beschädigt worden.
Die Havarie des Meilers war auf der internationalen Skala auf der höchsten Stufe 7 eingestuft worden – ebenso wie Tschernobyl. Allerdings gelang in Fukushima bislang deutlich weniger Radioaktivität in die Umgebung.
Rückkehr nicht ausgeschlossen
Falls der Betreiber das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins unter Kontrolle bringt, will Japans Regierung im Januar 2012 über eine mögliche Rückkehr von Bewohnern in die Sperrzone entscheiden. Das Unternehmen hofft, die Reaktoren innerhalb von drei Monaten wieder zuverlässig kühlen zu können. Innerhalb von neun Monaten will Tepco die volle Kontrolle über das Kraftwerk zurückerlangen.
Tepco kündigte an, einen Filter zur Dekontaminierung des radioaktiv verseuchten Meereswassers entwickeln zu wollen. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, soll das Wasser dafür durch einen großen Filter voller Zeolithe gepumpt werden. Diese Substanzen haben eine sehr große Oberfläche und sollen radioaktive Atome wie Cäsium-137 binden. Tepco konnte laut NHK nicht ausschließen, dass weiterhin radioaktiv belastetes Wasser aus dem Kraftwerk austrete. Es liegt unmittelbar am Pazifik. Die radioaktive Belastung des Meeresgrundes vor Fukushima Eins liegt 100- bis 1000-fach höher als in Normalzeiten.
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