Vor dem Landgericht Trier hatte der früherer Obermessdiener gestanden, einen minderjährigen Messdiener über Jahre sexuell missbraucht zu haben. Für die Übergriffe im Jugendraum des Pfarrheims oder in der Sakristei einer Kirche in Gerolstein (Kreis Vulkaneifel) habe er dem Jungen in 23 Fällen Beträge von je fünf bis 25 Euro gezahlt, gestand der 26-jährige Eifeler am Montag.
Zudem räumte der Heilerziehungspfleger ein, übers Internet Kontakte zu «30 bis 40» Jungen aufgenommen und diese dazu gebracht zu haben, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. «Ich konnte mich mit Gleichaltrigen nicht über meine Homosexualität unterhalten», sagte er.
25 Fälle
Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten insgesamt 25 Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs an dem Messdiener zwischen April 2004 und September 2006 vor. Zudem soll der Mann sich noch an einem anderen Messdiener-Jungen vergangen haben und sich von einem Dritten Nacktaufnahmen besorgt haben. Etwa 20 seiner Internet-Kontakte, in denen über Sex gechattet wurde, seien ebenfalls Messdiener gewesen, sagte er. «Ich habe aber zwei nur tatsächlich angefasst.»
Das Landgericht Trier sah es als erwiesen an, dass der 26-Jährige zwei Jungen in Gerolstein (Kreis Vulkaneifel) im Pfarrheim oder in der Sakristei der katholischen Kirche gegen Bezahlung missbraucht hat und verurteilte den Mann zu drei Jahren Haft.
Zu Demaart
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